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Sport

Ruderverband brüskiert Ustermerin Jeannine Gmelin

Robin Dowell war der Baumeister von Jeannine Gmelins Weltmeistertitel. Jetzt hat ihn der Verband freigestellt. Die Ustermer Skifferin fühlt sich vor den Kopf gestossen und sieht ihre sportliche Zukunft in Gefahr.

In rund 18 Monaten möchte Jeannine Gmelin an den Olympischen Spielen in Tokio Gold gewinnen. 2017 wurde die Ustermerin Skiff-Weltmeisterin, letztes Jahr holte sie WM-Silber und wurde Europameisterin.

Zwischenzeitlich blieb sie in 22 Rennen hintereinander ungeschlagen. Zur Krönung ihrer Karriere soll im Jahr 2020 also der Olympiasieg folgen. Die kommende Saison ist dafür entscheidend: Die WM Ende August in Linz ist zugleich die wichtigste Qualifikationsregatta für die Spiele in Asien. 

Jetzt aber sieht Gmelin ihr Ziel gefährdet, weil sie nicht mehr zu 100 Prozent von dem überzeugt ist, was sie tut. Stark gefährdet, muss man sagen. Und dazu kurz ausholen.

Mit dem vom Verband ab Frühling 2018 neu eingeschlagenen Weg im Training tat sich Gmelin schwer. Ihre Leistungen in der letzten Saison beurteilt sie kritisch. Mehrfach bat sie deshalb darum, wieder nach den Vorgaben von Robin Dowell arbeiten zu können, der sie zur Weltmeisterin gemacht hatte, später in der Hierarchie aber zurückgestuft wurde. 
 

Ende November schickte Gmelin ein zweiseitiges Schreiben an den Verbandsvorstand, mit der Bitte um Unterstützung. Sie fühlte sich von Verbandsdirektor Christian Stofer und Headcoach Edouard Blanc zu wenig ernst genommen.   

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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