Was gibt es Schöneres, als sich selber zu überraschen? Eine Steigerung gegenüber dem sportlich schwierigen letzten Jahr hatte sich Natalie Maag durchaus zugetraut. «Aber dass es gleich so viel besser wird?»
Die Wernetshauserin hält inne und blickt einen Moment ins Leere. Als ob sie sich vergewissern müsste, dass das Ganze kein Traum ist. Die Differenz zur Vorsaison ist erheblich. Maag war damals nur zweimal der Sprung in den Weltcup gelungen. Sie fand sich in einer Negativspirale wieder, verlor zwischenzeitlich den Spass am Rodeln.
«Ich habe das Gefühl, angekommen zu sein.»
Natalie Maag
Kurz vor der am Freitag in Winterberg (GER) beginnenden WM könnte ihre Gefühlslage kaum besser sein. Maag ist voller Energie. Aufrecht sitzt sie da, erzählt detailliert und offen über ihre letzten Monate, wobei sie ab und zu mit ihrer Halskette spielt.
Das äussere Bild passt zu jenem, das Maag von sich zeichnet. Sie sieht sich «im Flow» und hält zufrieden fest: «Ich habe das Gefühl, angekommen zu sein.»

