Darum müssen Usters Handballer in die Abstiegsrunde
Die Formkurve des TV Uster zeigt wieder nach oben. Acht Punkte resultierten aus den letzten sechs Partien der Erstliga-Gruppe 2. Und dennoch ist die Chance auf den Einzug in die Finalrunde zwei Runden vor dem Ende der Qualifikation nur von rechnerischer Natur. Denn auch bei Siegen über Frick und die Seen Tigers braucht es ein ziemliches Wunder um auf den nötigen vierten Platz vorzustossen.
Einzig Siggenthal/Baden ist für den Tabellenfünften überhaupt noch greifbar. Doch die Aargauer treffen zum Ende auf die abgeschlagenen Kloten und Magden/Möhlin – und sie haben derzeit auch das deutlich bessere Torverhältnis als der TVU.
Ein 0:10 forfait zum Auftakt
Soviel zur Theorie. Die Realität für die Ustermer Handballer heisst Abstiegsrunde. «Früh punkten», lautete noch vor der Saison die Devise von Trainer Robin Gerber. Nur: Dieses Vorhaben ging mit nur einem Sieg aus den ersten sieben Spielen gründlich in die Hosen.
Das Unheil begann dabei mit der eigentlich gewonnenen Auftaktpartie gegen Kloten (37:19), die nachträglich wegen eines nicht einsatzberechtigten Spielers 0:10 forfait verloren ging. «Das darf nicht passieren», sagt Rolf Schärer, der Technische Leiter beim TVU.
«Wir haben uns gefangen. Das stimmt mich zuversichtlich für die Abstiegsrunde.»
Rolf Schärer, Technischer Leiter TV Uster
Er nennt aber vielmehr die Niederlagen gegen Siggenthal/Baden (zweimal) und Frick als ein Grund für das Scheitern. «Das waren die schmerzvollen Punktverluste», betont er. Schärer macht keinen Hehl aus der Enttäuschung. Er kritisiert den mitunter fehlenden Kampfgeist, spricht aber auch von Verletzungssorgen auf der wichtigen Kreis-Position.
Ursachenforschung gemacht
Klar ist: Für die Ustermer – die sich eigentlich eher in Richtung NLB orientieren – ist das Verpassen der Finalrunde ein Rückschlag. Noch im Mai 2017 bissen sie sich erst in den finalen Aufstiegsspielen an Biel die Zähne aus. Von einem ähnlichen Exploit war der TVU zwar in der Vorsaison weit entfernt, er schaffte aber zumindest souverän die Qualifikation zur Finalrunde.
Die Klubverantwortlichen betrieben deshalb schon vor einigen Wochen gemeinsam mit dem Staff Ursachenforschung. Es wurden Spielergespräche geführt und auch bezüglich den Trainingsinhalten einige Änderungen vorgenommen. «Wir haben uns gefangen. Das stimmt mich zuversichtlich für die Abstiegsrunde», sagt Schärer.
