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Darum steht der UHC Laupen an der Spitze

Über die Hälfte der Qualifikation ist vorbei, und der UHC Laupen weist noch keinen Verlustpunkt auf. Der Playoff-Einzug ist ihm wohl kaum mehr zu nehmen. Die Erfolge nähren auch den Traum von der Rückkehr in die 1. Liga.

Manuel Denzler (links) war in der letzten Laupner Erstliga-Saison bereits dabei. Jetzt strebt er mit dem Team die Rückkehr an.

Archivfoto: Christian Merz

Darum steht der UHC Laupen an der Spitze

Der letzte seiner zehn Siege war der bislang einfachste. Gegen Domat/Ems gewann der UHC Laupen 5:0 Forfait, weil die Bündner nicht antraten. Für die anderen neun Siege aber musste der Oberländer Zweitligist, der die Gruppe 4 mit dem Punktemaximum anführt, seinen Teil dazu beitragen.

Er tat dies überzeugend. Über acht Tore erzielte Laupen bisher im Schnitt, gleich fünfmal gewann man zweistellig.

Die Laupner sind also gut im  Schuss. Und es müsste von nun ganz unglücklich laufen, würden sie die 18 Spiele umfassende Qualifikation nicht auf einem der ersten zwei Plätze abschliessen, die zum Playoff-Einzug verhelfen.

«Wichtig ist, jetzt nicht überheblich zu werden.»
Laupen-Verteidiger Oliver Wälti

Der Leader hat zwar nur vier Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Sarganserland 2 – der ist allerdings nicht aufstiegsberechtigt –, dafür schon deren neun auf den Dritten Grabs-Werdenberg und gar elf auf den Vierten UH Appenzell. Die Ausgangslage ist komfortabel.

«Wichtig ist, jetzt nicht überheblich zu werden», warnt Oliver Wälti trotzdem. Der Verteidiger spricht davon, dass man weiterhin nur von einer Partie zur nächsten blicken wolle.

Breites Kader, wichtige Inputs

Der Laupner Höhenflug hat mehrere Gründe. Einer davon heisst Andreas Kunz. Er bildet seit dieser Saison zusammen mit Kevin Cathrein das Trainerduo. Kunz sei erfahren und habe wichtige Inputs eingebracht, sagt Wälti.

Er lobt ­zudem, dass die Trainer stets die positiven Aspekte herausstreichen würden. «Im mentalen Bereich haben wir eine Schippe drauf gelegt.»  

Ein weiteres wichtiges Puzzleteil ist das breite Kader. Aus mehr als 25 Spielern besteht es. Diese luxuriöse Situation ermöglicht qualitativ gute Trainings und sorgt für einen Konkurrenzkampf, der jeden Einzelnen anspornt.

Anders als in früheren Jahren ist die defensiv solide und offensiv schlagkräftige Mannschaft nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ gut aufgestellt. Die Laupner ­gewinnen ihre Spiele nicht dank Geniestreichen einiger Schlüsselspieler, sie überzeugen im Kollektiv.

Und liess Laupen letzte Saison jede Konstanz vermissen, ist das Team heuer aus der Achterbahn ausgestiegen und hat laut Wälti das Glück mehrfach auf seine Seite gezwungen.

Perfekt sein ist zu wenig

Im Oberländer Klub macht man sich berechtigte Hoffnungen, dass sich die einzelnen Puzzleteile diese Saison perfekt ineinanderfügen lassen. Als erstes Ziel hat man sich den Einzug in die Playoffs gesetzt.

Der Aufstieg aber schwirrt in den Hinterköpfen herum. Und die Gedanken daran sind dank den guten Leistungen präsenter geworden.

«Auch wenn man eine perfekte Qualifi­kation hinlegt, hat man noch nichts gewonnen.»
Laupen-Verteidiger Oliver Wälti

2015 stiegen die Laupner aus der 1. Liga ab. Acht Spieler von damals sind noch dabei und arbeiten mit dem Team jetzt an der Rückkehr. Doch der Weg ist steinig. «Auch wenn man eine perfekte Qualifi­kation hinlegt, hat man noch nichts gewonnen», gibt Oliver Wälti zu bedenken.

Um nach oben zu kommen, muss Laupen in der entscheidenden Phase zuerst einen Zweitligisten, in den Auf-/Abstiegsplayoffs dann einen Erstligisten aus dem Weg räumen. So weit vorauszudenken bringt aber sowieso nichts.

Vorerst zählt für den UHC Laupen einzig das Spiel vom kommenden Samstag in Appenzell. Die Mission ist klar: Die Laupner wollen ihre weisse Weste verteidigen.

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