So war das nicht geplant. Am Sonntag, wenn die Männer auf dem Rettenbach-Gletscher oberhalb von Sölden traditionell mit einem Riesenslalom die Weltcup-Saison eröffnen, sitzt Gilles Roulin daheim in Grüningen vor dem Fernseher.
Der Grund: Er war in der internen Qualifikation in Saas-Fee zu wenig schnell, um einer der neun Schweizer Starter in Österreich zu sein. Das fuchst ihn, auch wenn es für Roulin aufgrund seiner hohen Startnummer sehr schwierig geworden wäre, ein gutes Ergebnis zu erzielen.
«Die Enttäuschung darüber, in der Qualifikation nicht meine Bestleistung abgerufen zu haben, ist fast grösser als jene, in Sölden nicht dabei sein zu können.»
«Ich habe den Rückstand verkleinert, bin aber noch keine Rakete.»
Innerlich hat Roulin den verpassten Österreich-Abstecher bereits abgehakt. Jetzt wird er seine zweite Weltcup-Saison halt in einem Monat im kanadischen Lake Louise beginnen. An jenem Ort also, an dem er vor einem Jahr mit einem 12. Platz in der Abfahrt seinen Premierenwinter auf höchster Stufe ideal lancierte.

