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Der VBC Wetzikon will den Schwung mitnehmen

Der VBC Wetzikon steigt nach dem Aufstieg in das Abenteuer NLB. Es wird für die Oberländer kein leichtes Unterfangen – nicht zuletzt aufgrund der anstehenden Liga-Verkleinerung, die mehr Absteiger mit sich bringt.

In der NLB verstärkt gefordert: Die Spieler des VBC Wetzikon stehen vor einer echten Bewährungsprobe.

Archivbild: David Kündig

Der VBC Wetzikon will den Schwung mitnehmen

Noch fehlen die richtigen Anhaltspunkte. «Wir werden sehen ob wir mithalten können», sagt Wetzikons Captain Max Gay vor dem heutigen Saisonstart. Die Vorbereitungsturniere in Davos und Wetzikon gaben nur bedingt Aufschluss über die eigene Leistungsstärke. «Wir haben zumindest die Erstliga-Teams deutlich geschlagen», sieht Gay einen positiven Indikator. «Wir gehen mit einem gesunden Selbstvertrauen in die Meisterschaft.»

Erstmals seit zehn Jahren spielen die Oberländer wieder in der Nationalliga B – damals allerdings nur für eine Saison. Das erste Ziel ist daher wenig überraschend die Etablierung in der höheren Spielklasse. Es ist kein einfaches Unterfangen.

Dies auch aufgrund der anstehenden Verkleinerung der Liga von 15 auf 12 Teams (ein Klub hat sich bereits freiwillig zurückgezogen). Der Hintergrund: Ab dem kommenden Jahr gibt es keine Unterteilung mehr in eine Ost- und Westgruppe.

Wiedersehen mit Näfels 2

Doch das ist sowieso noch Zukunftsmusik. Als erster Gegner wartet zunächst mit Näfels 2 der Mitaufsteiger – und die Glarner sind so etwas wie das Schreckensgespenst des VBC Wetzikon. Sämtliche vier Vergleiche gingen in der letzten Saison verloren. «Bei zweiten Mannschaften weiss man nie so genau wer aufläuft», sagt Gay. Es ist also gut möglich, dass auch am Samstag wieder der eine oder andere mit einer Doppellizenz ausgestattete NLA-Spieler auflaufen wird.

Trotzdem: Gay glaubt, dass bei einem optimalen Verlauf sogleich ein Platz unter den besten vier Teams nach der Qualifikation möglich ist. Damit wäre der Klassenverbleib für den Neuling bereits in trockenen Tüchern.

Der Mittespieler zählt Voléro Zürich, Pallavolo Kreuzlingen und vor allem das mit einigen ehemaligen NLA-Spielern agierende Züri Unterland zum Kreis der Favoriten. Die restlichen Teams glaubt er auf Augenhöhe zu sehen.

«Wir haben unser Spiel beschleunigt und agieren variantenreicher.»

Max Gay, Captain VBC Wetzikon

Zwar haben die Wetziker den Trainingsaufwand trotz des Ligasprungs im eigentlichen Sinne nicht erhöht, die Spieler erhielten aber vom Führungsduo Felix Brändli und Martina Casparis den Auftrag, individuell jeweils eine zusätzliche Krafteinheit pro Woche zu bestreiten.

Und Captain Gay hat in der Vorbereitung bereits erste Fortschritte erkannt: «Wir haben unser Spiel beschleunigt und agieren variantenreicher.»

Nur wenige Mutationen

Das Trainergespann vertraut auch in der NLB dem Kern der Aufstiegsmannschaft. Neu im Kader sind einzig Jonas Devasia-Metzger (von Uster) sowie Christoph Klempert, der allerdings schon geraume Zeit mittrainierte und zuvor im Beachvolleyball aktiv war.

Im Gegenzug haben Andreas Dubach (zu Spada Academica) und Jonas Hertig (beruflicher Auslandaufenthalt) das Team verlassen.

Uster will sich nach vorne orientieren

Erstligist Volley Uster möchte sich in der Gruppe D nach vorne orientieren. Nachdem in der letzten Saison als Tabellensiebter der Klassenerhalt ohne Umwege nach der Qualifikation erreicht wurde, ist nun ein Platz in den Top 4 das Ziel. «Die Mannschaft ist sich ihrer Qualität bewusst», sagt Trainer Martin Auricht. Ein Grund dafür sind auch die Veränderungen im Kader. Zwei Abgängen stehen nämlich vier Zuzüge gegenüber, so das der Kampf um einen Stammplatz etwas anspruchsvoller geworden ist.

Auricht glaubt allerdings auch dass die Gruppe im Vergleich zur letzten Meisterschaft nochmals stärker geworden ist. So treffen die Ustermer unter anderem neu auf den VBC Einsiedeln. Die Schwyzer hatten sich zuvor freiwillig aus der Nationalliga A zurückgezogen.

Desweitern traut Coach Auricht auch den Aufsteiger-Mannschaften einiges zu. «St. Gallen beispielsweise hat sich mit mehreren NLA-erfahrenen Spielern verstärkt und wird ein Wort um die Meisterschaft mitreden», ist er überzeugt.

In einer neuen Turnhalle
Erfreulich für Uster ist zudem  die neue Sporthalle der Schule Krämeracker. Damit steht nun dem Erstliga-Verein eine einheitliche Trainingshalle zur Verfügung. In den letzten Jahren trainierten und spielten die Volleyballer in verschiedenen Hallen. (dsc)

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