Ein Festtag für den «Seerundlauf»
Von unwahrscheinlichem Wetterglück ist die Rede. Von der gemütlichen Festwirtschaft sowie einem kleinen «Volkslauffest». Und auch davon, dass die organisierende Leichtathletik-Vereinigung Zürcher Oberland (LVZO) von Anmeldungen beinahe überrannt wurde.
400 Läufer waren bei der Premiere des Pfäffikerseelaufs am 14. Oktober 1979 dabei. Wobei das Rennen damals noch «Rund um den Pfäffikersee» hiess.
Der Schreibende im «Zürcher Oberländer» schloss aus der grossen Anzahl an Startenden, dass die Schweizer «gesundheitsbewusst» geworden seien und schrieb zudem: «Seerundläufe sind in.»
Bereits über 1200 Anmeldungen
Daran scheint sich nichts geändert zu haben. Vier Jahrzehnte nach der Premiere erfreut sich der Schlusslauf der traditionellen Züri-Lauf-Cup-Serie weiterhin grosser Beliebtheit.
In den letzten fünf Jahren nahmen im Schnitt über 1700 Personen am Pfäffikerseelauf teil. Und nichts spricht gegen eine nächste erfolgreiche Durchführung. Über 1200 Sportler haben sich in den unterschiedlichen Kategorien für Sonntag bereits angemeldet.
Die Wetterprognosen sind gut, sodass die Zahl weiter steigen dürfte. Bis eine Stunde vor Rennbeginn kann man sich anmelden. Und was aufgrund der Erfahrungen klar scheint: Es dürfte erneut zahlreiche spontane Meldungen geben.
Die Strecke als Energieriegel
Die Volkslaufveranstaltung, an der viele ambitionierte Sportler starten, feiert am Sonntag ihren 40. Geburtstag. Gerne wird der Pfäffikerseelauf als kleiner Bruder des wesentlich grösseren internationalen Greifeseelaufs bezeichnet. Was die Veranstalter keineswegs stört, sieht man sich doch nicht als Konkurrenz.
Anders als im Vorjahr liegt zwischen den zwei Läufen kein Wochenende. Das hat zur Folge, dass für einige Athleten die Regenerationszeit zu kurz ist, um beide Rennen zu bestreiten.
Manch einer aber dürfte sich vielleicht nicht ganz fit fühlen und dennoch starten. Wegen der schönen und abwechslungsreichen Strecke in der idyllischen Landschaft, die motivierend ist und Leidenden allenfalls eine Extraportion Energie verschafft. Start und Ziel des 12,23 km langen Hauptrennens ist in Robenhausen, gelaufen wird im Gegenuhrzeigersinn um den Pfäffikersee.
Wer ist in Spätform?
1979 bei der ersten Austragung bewies der Dürntner Fritz Rüfenacht laut dem «Zürcher Oberländer» seine Spätform und gewann die über 10,6 km führende Premiere mit einer Minute Vorsprung. Rüfenacht habe sich besonders sorgfältig vorbereitet, schrieb der Autor damals.
Der Kampf um den Sieg am Sonntag im jetzt knapp zwei Kilometer längeren Rennen scheint derweil offen. Bis am Mittwoch nicht auf der Startliste standen die Vorjahressieger Jens-Michael Gossauer (Greifensee) und Mona Stockhecke.
Im Fall der Deutschen kann die Abwesenheit allerdings nicht erstaunen, ist die Klimageologin doch für drei Jahre Stipendiantin an der University of Minnesota Duluth.
