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NLA-Sehnsüchte im Hinterkopf

Die Floorball Riders dürften stärker geworden sein. Ein offizielles Ziel für die Saison haben sich die Oberländer NLB-Frauen nicht gesetzt. Insgeheim aber liebäugeln sie mit einer Rückkehr in die NLA.

Malin Brolund (links) stürmt auch in der neuen Saison für die Floorball Riders.

Archivfoto: Christian Merz

NLA-Sehnsüchte im Hinterkopf

Ein Freilos wie in der letzten Saison? Ist die Playoff-Qualifikation in der am Sonntag beginnenden NLB der Frauen zwar nicht mehr, da die Liga von acht auf zehn Teams aufgestockt worden ist. An der Ausgangslage ändert sich für die Floorball Riders gleichwohl nichts.

Das Oberländer Team, das vor drei Jahren seinen Platz in der NLA abtreten musste, zählt in der zweithöchsten Spielklasse zu den sicheren Kandidaten für einen der acht Playoff-Plätze. Die Qualifikation dient nur dazu, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die entscheidende Meisterschaftsphase zu erarbeiten.

In der vergangenen Saison machten die Floorball Riders perfekt vor, was gutes Timing ist. Nach der nur mässig gelungenen und auf Rang vier beendeten Qualifikation liefen die Oberländerinnen in den Playoffs zur Hochform auf. Nur wenig fehlte zum Gewinn des Meistertitels, den man schliesslich Laupen überlassen musste.

Positive Transferbilanz

Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Riders einen Umbruch zu verarbeiten hatten, ohne dass der Kern des Teams sich allerdings veränderte, herrscht dieses Mal Kontinuität. Zuzüge (4) und Abgänge (3) halten sich fast die Waage.

Unter den Neuverpflichtungen sind neben Nachwuchskräften auch zwei gestandene Spielerinnen, die die Sub­stanz der Riders erhöhen. Katja Timmel (33) kehrte von den Red Ants Rychenberg Winterthur (NLA) ins Oberland zurück und verstärkt mit ihrer Routine die Abwehr. Die Finnin Ida Suikka – zuletzt zweitbeste Skorerin bei NST Lappeenranta – belebt die Offensive.

 

Seit Ende Juli ist die schnelle Stürmerin, die dank ihrer Grösse von 1,78 m auch die nötige Durchschlagskraft mitbringt, bereits in der Schweiz. Die 26-Jährige hat sich gut integriert.

«Ida bringt nicht nur viel ­Unihockey-Wissen mit, sondern fällt auch immer wieder mit aussergewöhnlichen Ansätzen auf», sagt Nadine Stadelmann über ihre neue Teamkollegin. Der Verteidigerin gefällt besonders Suikkas grosser Siegeswillen. «Der tut uns gut. Ihn brauchen wir.»

Ein Wunsch kein Ziel

Die Finnin hat schon bei ihrer Verpflichtung keinen Hehl aus ihren Ambitionen gemacht. «Ich denke, dass die Riders ein Team mit viel Potenzial sind, und wenn wir gemeinsam hart arbeiten, auch den Aufstieg schaffen können.» Doch wie präsent ist das Thema Aufstieg wirklich im Verein?

Stadelmann sagt, der Wunsch, in die höchste Liga zurückzukehren, sei auf jeden Fall vorhanden. Aber ausschliesslich in den Hinterköpfen und nicht in Form eines Ziels, um nicht un­nötig Druck zu erzeugen.

«Danach ist alles möglich.»

Riders-Verteidigerin Nadine Stadelmann

Vorerst legt man bei den Oberländerinnen den Fokus darauf, in der schwierig auszurechnenden Liga eine gute Qualifikation zu ab­solvieren. «Danach ist alles möglich», sagt Nadine Stadelmann.

«Man kann seine Favoritenrolle durchziehen oder als Underdog alle überraschen und obenaus­schwingen.»

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