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Warum «Pfanni» weiterhin Aussenseiter ist

«Cool, sind wir nochmals dabei», sagt man sich beim UHC Pfannenstiel vor der zweiten Saison in der NLB. An der Ausgangslage hat sich derweil nichts geändert. «Pfanni» bleibt weiterhin der Underdog der Liga.

Zuoberst auf der Wunschliste steht bei Tim Bartestein und dem UHC Pfannenstiel der Ligaerhalt.

Archivfoto: David Kündig

Warum «Pfanni» weiterhin Aussenseiter ist

Die Lücke? War riesig. 18 Punkte fehlten dem UHC Pfannenstiel als Schlusslicht vergangene Saison auf den letzten Playoff-Platz.

Der Sprung nach vorne müsste also enorm gross sein. Was wiederum zur Frage führt: Spricht man bei «Pfanni» vor der am Sonntag beginnenden zweiten Saison in der NLB überhaupt von den Top 8?

«Nein», sagt Teamchef Christof Maurer, «wir haben bewusst darauf verzichtet.»

Er und Trainer Marc Werner hätten in Anbetracht der Tatsachen vielleicht auch irritierte Blicke geerntet. Denn es gilt ja nicht nur die schwierige letzte Saison zu berücksichtigen, die mit der Rettung in den Playouts ein glückliches Ende fand, sondern auch die aktuellen Voraussetzungen.

Und die haben sich nicht grundlegend geändert.  Beim Oberländer B-Ligisten hat man beispielsweise darauf verzichtet, von zwei auf drei Trainings pro Woche auszubauen. «Was nützen mir drei, wenn die Hälfte der Spieler dann trotzdem nicht kommt?», fragt Maurer. «Da trainieren wir lieber nur zweimal, dafür qualitativ gut.»

Was aber viel einschneidender ist: Der UHC Pfannenstiel ist weiterhin der einzige B-Ligist, der bewusst auf das Engagement von ausländischen Verstärkungen verzichtet.

Langenthal-Aarwangen dürfte die neue Saison zwar auch ohne Ausländer angehen – aber nur, weil der verpflichtete bereits wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist.

«Genau das verkörpert uns»

Der UHC Pfannenstiel setzt also auch in der neuen Saison auf das, was ihn seit Jahren auszeichnet: Auf den Zusammenhalt in der Mannschaft und die Identifikation der Spieler mit dem Verein.

Wie wichtig diese Werte sind, zeigte sich im ersten Jahr in der NLB. Denn obwohl man zwischenzeitlich eine Durststrecke von elf sieglosen Spielen hintereinander durchlebte, war die Stimmung nie im Keller, wie Maurer sagt. «Genau das verkörpert uns.»

 

Aussergewöhnlich ist, dass noch immer Spieler dabei sind, die in den letzten zehn Jahren den Weg von der 3. Liga bis in die NLB mitmachten.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich derweil gegenüber der letzten Saison geringfügig verändert. Vier externe Zuzüge kann Pfannenstiel vermelden. Micha Lopez und Micha Moser kommen von Auftaktgegner March-Höfe Altendorf, Sven  Forrer und Jean-Luc Klöti aus der U21A des UHC Uster.

Die alte Krankheit des Teams

Die Mannschaft ist dank dem neuen Quartett nicht nur breiter besetzt, sondern dürfte an Substanz gewonnen haben. Maurer sagt: «Die Zuzüge füllen nicht einfach das Kader auf, sondern sind Verstärkungen.»

Hilfreich wäre vor allem, wenn Micha Moser im ähnlichen Rahmen treffen würde wie zuletzt für seinen Ex-Klub, als er 15 Tore erzielte.

 

Er könnte damit die Sorgen von Pfannenstiel im Angriff lindern, dem letzte Saison mit Abstand offensivschwächsten NLB-Team. 30 Tore weniger als alle andern B-Ligisten schoss der Aufsteiger.

Zwei der Gründe dafür: Es fehlte an Geradlinigkeit und Effizienz. Maurer spricht von einer «alten Krankheit des Teams», ist aber guter Hoffnung, dass auch in diesem Bereich ein Schritt folgen wird.

«Wir finden es cool, sind wir nochmals dabei.»

Teamchef Christof Maurer

Überhaupt hat er das Gefühl, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. An der Erwartungshaltung ändert das allerdings nichts. «Oberstes Ziel bleibt der Ligaerhalt», sagt Maurer.

Die Rolle des UHC Pfannenstiel in der Liga ist dabei gleich geblieben: Er ist erneut der klare Aussenseiter. Es ist eine Rolle, die dem Team gefällt.

Die Vorfreude auf die zweite NLB-Saison ist bei «Pfanni» jedenfalls gross. «Für uns ist das ein Erlebnis. Wir finden es cool, sind wir nochmals dabei», sagt Maurer.

Von Druck oder Nervosität ist nichts zu spüren. Stattdessen macht sich Pfannenstiel unbekümmert und in der Absicht auf, näher an die Konkurrenz heranzurücken.
18 Punkte? So gross soll die Lücke am Schluss der Qualifikation keinesfalls mehr sein.    

 

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