Die grosse Offenbarung war die Saison-Hauptprobe des TV Uster nicht. Dafür verlief der Cup-Auftritt gegen Romanshorn (39:36) zu harzig. Erst nach zweimaliger Verlängerung konnten die Thurgauer so quasi niedergerungen werden. Wie der TVU spielen auch sie in der 1. Liga, mussten dort aber zuletzt in die Abstiegsrunde.
Wird die Luft also nun für die Ustermer, die sich eigentlich eher Richtung NLB orientieren wollen, nach einer insbesondere enttäuschenden letzten Finalrunde mit 12 Niederlagen aus 14 Partien dünn? «Wir brauchen sicher etwas Zeit», sagt Trainer Robin Gerber zwar vor dem Saisonstart. Er spricht aber gleichzeitig auch vom vorhandenen Potenzial im Kader. Am primären Ziel – dem Einzug für die Finalrunde – ändern seine Worte ohnehin nichts. Nötig ist dafür erneut mindestens Platz 4 in der Qualifikation.
Und: Diese Vorgabe wirkt auf den ersten Blick eher wie eine Pflichtübung. Denn während im Vorfeld der letzten Meisterschaft aufgrund der Dichte an starken Mannschaften von einer «Horrorgruppe» gesprochen wurde, scheint dieses Mal die Zusammensetzung weniger kompetitiv.
Ein Absteiger, vier Aufsteiger
Gleich vier Aufsteiger stehen den Ustermern gegenüber – einer davon ist der erste Gegner vom Sonntag, die SG Kloten. Dazu kommen NLB-Absteiger Yellow/Pfadi Espoirs, Leimental und die Seen Tigers. Letzteres Team ist damit der einzig verbliebene altbekannte Gegner. «Die Gruppe ist auf dem Papier einfacher, aber eben auch eine Wundertüte. Sogar eine Zweiklassen-Gesellschaft ist möglich», sagt TVU-Trainer Gerber. «Früh punkten», will er deshalb, um sogleich eine gute Rolle im vorderen Tabellenfeld zu spielen.

