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FCW beweist in Unterzahl Mut

Eine Halbzeit lang muss Drittligist FC Wetzikon gegen Weisslingen mit einem Mann weniger auskommen. Er gerät deshalb aber nicht in Schwierigkeiten, trifft nochmals und siegt schliesslich 3:0.

Deia Sträuli testet den Weisslinger Goalie Andreas Bosshard., Der Wetziker Ocaktan (links) gegen den Weisslinger Kienast. , Mullarkey (rechts) erzielte die Führung für den FC Wetzikon., Deia Sträuli versucht den Weisslinger Silvio Girola auszudribbeln. , In vollem Lauf: Der Wetziker Vincenzo Piccinni.

(Foto: David Kündig)

FCW beweist in Unterzahl Mut

Nach einem erheblichen Umbruch in der Mannschaft gehört der FC Wetzikon in der Drittliga-Gruppe 6 nicht zu den meistgenannten Aufstiegskandidaten. Der Start aber ist dem FCW in der neuen Umgebung perfekt gelungen.

Nach zwei Partien weist er eine weisse Weste auf und steht in der Tabelle ganz zuoberst. Dem 5:4 in Mönchaltorf von letzter Woche liessen die Wetziker nun ein 3:0 gegen Weisslingen folgen, wobei sie in der Starviertelstunde zweimal trafen.

«Der Sieg war verdient», sagt Gabor Gerstenmaier. Der FCW-Trainer attestiert seinem Team einen souveränen Auftritt.

Was auffallend ist: In beiden Meisterschaftsspielen bewiesen die Wetziker, dass sie Widerstände überwinden können. Gelang ihnen in Mönchaltorf nach einem 2:4 zur Pause noch die Wende, mussten sie gegen Weisslingen nach dem Platzverweis von Captain Vincenzo Piccinni eine Hälfte lang mit einem Mann weniger auskommen.

Camenisch macht den Deckel drauf

In Schwierigkeiten geriet das zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 führende Gerstenmaier-Team deswegen nicht. Im Gegenteil: Die Wetziker liessen keine Torchancen zu, waren noch immer die bessere Mannschaft und erzielten in Unterzahl das 3:0.

Verteidiger Camenisch traf nach einer Stunde am zweiten Pfosten stehend per Kopf – es war die Entscheidung.

«Man hat gar nicht gemerkt, dass wir ein Mann weniger waren.»

FCW-Trainer Gabor Gerstenmaier

«Die Mannschaft ist auch in Unterzahl konzentriert geblieben», sagt Gerstenmaier und findet lobende Worte: «Sie hat weiter mutig nach vorne gespielt. Man hat gar nicht gemerkt, dass wir ein Mann weniger waren.»

«So kann es weitergehen»

Dass die Wetziker überhaupt in Unterzahl spielen mussten, war aus Sicht des FCW-Trainers ungerechtfertigt. «Ich habe kurzzeitig die Welt nicht mehr verstanden.»

Ein hartes Einsteigen des Wetzikers Lukas Huber kurz vor der Pause quittierte Fabian Bünter mit einem Ellbogenschlag ins Gesicht seines Gegenspielers. Für Gerstenmaier «eine klare Tätlichkeit».

Der Weisslinger aber blieb ohne Strafe, im Gegensatz zu Piccinni, der im Anschluss an die Szene wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Feld musste. «Zu Recht», wie Gerstenmaier  sagt.

Für ihn bleibt die rote Karte denn auch der einzige Wermutstropfen. Die positiven Gefühle aber überwiegen bei weitem. «Sehr vieles stimmt. So kann es weitergehen.»

3. Liga kompakt

Pfäffikon 2 – Fällanden 0:2
Der FC Fällanden ist nach zwei Runden das einzige Team der Gruppe 3 mit dem Punktemaximum. Die Fällander waren bei ihrem Erfolg gegen Pfäffikon 2 nicht das bessere, aber das effizientere Team. Schon in der 11. Minute brachte Lubomir Baran die Gäste in Führung. Danach waren es vorwiegend die Pfäffiker, die die Zügel in der Hand hatten, allerdings keine ihrer Chancen verwerteten. In der 68. Minute schlug Lubomir Baran erneut zu. Damit war die Partie entschieden.

Herrliberg 2 – Wetzikon 2 2:3
Trotz einer frühen Führung durch Philip Wüst (6.) und einer guten Leistung mussten die Wetziker Reserven wegen ihrer mangelhaften Chancenauswertung bis zum Schluss um den Sieg in Herrliberg bangen. Eine schön getretene Flanke von Filipovic verwandelte Pfändler zur verdienten 2:1-Pausenführung. In der 51. Minute traf Tobias Wüst gar zum 3:1. Nach dem Herrliberger Anschlusstor (77.) aber war der Spielausgang wieder offen.

Dübendorf 2 – Oerlikon/Pol.2  1:0
Die Dübendorfer Reserven mussten sich gegen die zweite Mannschaft von Oerlikon/Polizei lange gedulden, bis das erlösende Tor fiel. Erst drei Minuten vor Spielende belohnte Danijel Dzodan mit seinem Treffer die Dübendorfer Bemühungen. Dzodan hatte bereits im Startspiel getroffen.

Volketswil – Elgg  3:1
Aufsteiger FC Volketswil ist der Meisterschafstauftakt ideal gelungen. Das Team von Trainer Alex Schilling legte dabei einen guten Start hin. Bereits in der ersten halben Stunde erarbeitete sich der FCV eine 2:0-Führung. Die Gäste zeigten sich nach ihrem Anschlusstor kurz vor der Pause zwar leicht verbessert, Volketswil aber liess sich nicht mehr von seinem Weg abbringen und Calzada machte mit dem 3:1 (85.) den Sack definitiv zu.

Effretikon – Bülach 1:1
Der FC Effretikon und Bülach trennten sich nach einem ausgeglichenen Spiel 1:1. Die vorwiegend auf schnelle Gegenangriffe setzenden Effretiker gingen in der 20. Minute in Führung. Rund eine Viertelstunde später und nach einem Penalty-Tor der Bülacher aber war der Vorsprung wieder weg. Obwohl beide Teams nach der Pause die Entscheidung suchten, fielen keine weiteren Tore mehr.

Pfäffikon – Oetwil a. S.  7:1
In der Gruppe 6 sahen die Zuschauer auf dem Pfäffiker Barzloo acht Tore. Und das Heimteam schoss sie gleich alle selber. Für den Ehrentreffer der Gäste sorgte nämlich Gino Mächler (45.), der ins eigene Gehäuse traf. Schon vor Ablauf der ersten halben Stunde hatte sich der FCP eine komfortable Dreitore-Führung erarbeitet. Diego Beerle gab mit seinem 1:0 den Startschuss und setzte später mit dem 7:1 (88.) auch den Schlusspunkt.

Wald – Fehraltorf 1:3
Die Fehraltorfer lenkten in Wald die Partie bereits früh in die gewünschte Richtung. Zweimal Behir Sabani (7./23) stellte mit seinen Toren schnell auf 2:0 und erleichterte den Fehraltorfer die Aufgabe. Kurz vor der Pause gelang Kienast für die Gäste das vorentscheidende dritte Tor. Den Waldern war lediglich vergönnt, in der zweiten Hälfte zumindest noch zum Ehrentreffer zu kommen. Ahmadou Bachir Thiam war in der 52. Minute dafür besorgt.

Rüti 2 – Herrliberg 0:3
So haben sich die Rütner Reserven das mit Sicherheit nicht vorgestellt:  Der Drittliga-Aufsteiger kassierte auch im zweiten Meisterschaftsspiel eine klare Niederlage. Mehr noch: Die Rütner haben bisher kein einziges Tor erzielt, dafür schon deren neun kassiert. (zo)

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