Winterthurer Fussballerinnen treffen ehemalige Nati-Spielerin
28 Mädchen trainieren in der ersten Woche der Sommerferien dort, wo sonst auch die Profis vom FC Winterthur ihre Einheiten abhalten: auf den Trainingsplätzen der Schützenwiese. Das FCW-Frauenteam hat zum zweiten Mal nach jenem im vergangenen Jahr ein Girls-Camp für begeisterte Kickerinnen aus der Region auf die Beine gestellt.
Eltern freuen sich über dieses Angebot
«Wir möchten jungen Fussballerinnen eine Plattform bieten, um den Frauenfussball hier und in der Umgebung zu fördern», sagt die FCW-Trainerin Adrienne Krysl, die sich um die Organisation des Camps kümmert. Für den Trainingsbetrieb sind die vier Spielerinnen Nuria Lanzicher, Nayelli Baumgartner, Blerina Krasniqi und Maya Lücke zuständig.
«Wir haben schon gute Rückmeldungen von Eltern bekommen. Sie haben sich richtig gefreut, dass es auch ein Fussballcamp nur für Mädchen gibt», so Nayelli Baumgartner. Es herrsche schon ein anderes Klima, als wenn auch Jungs mitmachen würden. «Alle bekommen den Ball von ihren Mitspielerinnen zugespielt.»
Die wichtige Vorbildfunktion der grossen Fussballerinnen
Um den Mädchen aufzuzeigen, wie weit man es als Fussballerin schaffen kann, kam Daniela Schwarz am Dienstag für eine Autogrammstunde im Camp vorbei. Sie begann beim FC Seuzach und spielte sich bis in die Frauen-Nati, von der sie nach der WM-Teilnahme 2015 ihren Rücktritt gab. Die Camp-Teilnehmerinnen bildeten eine grosse Reihe und holten sich eine Autogrammkarte von Daniela Schwarz und Unterschriften der Organisatorinnen auf den Schuhen, dem Trikot oder den Trinkflaschen ab.
Adrienne Krysl findet solche Treffen wichtig: «Bekannte Fussballerinnen, die es weit gebracht haben, übernehmen für die jungen Mädchen eine Vorbildfunktion, die nicht zu unterschätzen ist.» Die siebenjährige Irina Rierola jedenfalls war wie ihre Kolleginnen begeistert vom prominenten Besuch. Ob sie auch einmal so gut wie Daniela Schwarz sein möchte? «Ja, sogar besser.» Nach den Ferien beginne sie beim FC Phönix Seen mit dem Vereinsfussball. «Ich möchte dann ganz viele Tore schiessen.»
