OLG Pfäffikon auf dem Podest
Die Saison brachte den ambitionierten Pfäffiker Orientierungsläufern wegen Verletzungen und gesundheitlichen Problemen bisher viele Enttäuschungen.
In Seuzach könnte die Trendwende eingeleitet worden sein: Die Pfäffiker liefen an der gut besetzten OL-Fünferstaffel auf das Podest, das zweite Team erreichte den beachtlichen 13. Rang.
Dominiert wurde die traditionelle Staffel von der OL Regio Wil mit den beiden Europameistern Martin und Daniel Hubmann. Die Ostschweizer übernahmen schon auf der zweiten Strecke die Führung.
Auf dieser meldete Andrin Bieri die Ambitionen der Pfäffiker an: Er übernahm von seiner Schwester Flurina, lief drittbeste Streckenzeit und schob sich vor auf den sechsten Rang. Andrin Gründler behauptete sich dann unter den Top Ten, einige sehr starke Läufer, neben Martin Hubmann etwa Andreas Kyburz waren auf dieser Strecke und stürmten nach vorne.
Duell um Platz 3
Auf der vierten Etappe sorgten zwei Schüler für Furore: Für die OLG Pfäffikon war Aurel Gloor unterwegs, für die OL Zimmerberg Lukas Gasser.
Es ergab sich die Konstellation, dass die zwei erst 12-Jährigen miteinander ins Rennen stiegen, sich gegenseitig unterstützten und einem Podestplatz entgegen stürmten.
Da war es nun an Riccardo Rancan die Chance zu nutzen. Der Ustermer lieferte sich ein Duell mit Thomas Curiger vom OLC Kapreolo.
«Ich versuchte, lange mein eigenes Rennen zu laufen.»
Riccardo Rancan
Vorne war Daniel Hubmann von der OL Region Wil weit weg, von hinten kam Matthias Kyburz für die OLK Fricktal angestürmt – sein Tempo kann derzeit kaum einer halten. Offen war also der dritte Rang.
«Ich versuchte, lange mein eigenes Rennen zu laufen», sagte Rancan. «Am Schluss wollten wir mit Taktik eine Vorentscheidung erzwingen, schliesslich war ich läuferisch etwas stärker und konnte uns so den dritten Platz sichern.»
Hoffen auf den Herbst
Die Pfäffiker konnten feiern, derweil der OLC Kapreolo haderte: Das Glattaler Team fiel aus der Wertung, da Curiger nach einem Übergang einen falschen Posten gestempelt hatte.
Das war schade, zeigten doch die Oberländer Laurin Maurer, Corino und Rudolf Wyder sowie Sebastian Baumann auf ihren Strecken gute Leistungen.
Für Rancan war der Lauf ein Grundstein auf dem Weg zurück nach vorn: «Ich konnte in der Vorbereitung der Saison nur selten richtig trainieren und arbeite immer noch an meiner physischen Basis. Ich hoffe nun auf die Herbstsaison.»
In der zweiten Pfäffiker Mannschaft liefen Laetitia Hächler, Pascal Schärrer, Jonas Gründler, Sönke Bandixen und Mattia Gründler auf den
13. Rang unter den 164 gestarteten Teams. (Beat Meier)
