«Wo bleibt denn das Bier?», fragte Greifensees Verteidiger Patrick Ley den Sportchef Rolf Imhof ungeduldig. Der Zweitligist hatte eben den FVRZ-Cupfinal gegen Embrach 5:2 nach Penaltyschiessen gewonnen. Und Trainer Felix Bollmann kündigte noch vor der Pokalübergabe an, eine Siegeszigarre rauchen zu wollen. «Es ist meine erste überhaupt», sagte er.
Mit einer fast unglaublichen Sicherheit entschied Greifensee den Elfmetervergleich für sich. Alle vier Schützen trafen eiskalt – darunter die erst 19-jährigen Jamin Aabdouri und Elia Jenni. «Ich war überhaupt nicht nervös», sagte Jenni, der mit seinem Penaltytor den Sieg definitiv machte.
Timmy Ley der Penaltykiller
Der FC Greifensee hatte aber nicht nur sichere Schützen, er konnte mit Torhüter Timmy Ley auch auf einen starken Rückhalt zählen. Von den zahlreichen FCG-Fans unter den fast 700 Zuschauern in Kloten frenetisch angefeuert, parierte er gleich zwei Elfmeter und meinte hernach bescheiden: «Als Matchwinner würde ich mich nicht bezeichnen, ich habe einfach meinen Job gemacht.»
Der eigentliche FCG-Reservekeeper kam schon in den Cupspielen zuvor zum Einsatz und hatte sich dabei in der 3. Runde gegen Uster (5:4) bereits ein erstes Mal als Penalty-Killer hervorgetan. «Geübt haben wir das Elfmeterschiessen aber eigentlich nicht», sagte Timmy Ley.

