Kein zweiter Kurt Feuz in Sicht. Trainerwechsel? Sind auch im Amateurfussball längst an der Tagesordnung. Fünfmal gab ein Trainer in der vergangenen Saison bei Zweit- und Drittligateams aus der Region den Garderobenschlüssel ab.
Das erstaunliche: Sie taten es alle freiwillig. Kein einziger Klub informierte in blumigen Worten darüber, dass er im Abstiegskampf einen Impuls setzen möchte oder das Aufstiegsrennen mit einem Wechsel an der Seitenlinie befeuern möchte. So viel Gelassenheit und Ruhe ist aussergewöhnlich.
Auffallend aber ist auch: Gleich fünfmal beschied man Trainern schon während der laufenden Meisterschaft, dass man sie ersetzen wird. Nach all den angekündigten Wechseln heisst der dienstälteste Trainer in der Region Vladimir Jakovljev. Seit der Saison 2013/14 betreut er den FC Fehraltorf. Und die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Zur Freude des Trainers. Irgendwann werde man aber auch ihm sagen: «Hau ab!», ist Jakovljev sicher und muss bei dieser Vorstellung laut lachen.
In die Sphären eines Kurt Feuz dürfte er sowieso kaum mehr vorstossen. Der dienstälteste Trainer im Schweizer Fussball hat 33 Saisons mit dem FC Münsingen auf dem Buckel. Und: Feuz verlängerte im Februar nicht nur um zwei weitere Jahre, er schaffte unlängst mit den Bernern sogar den Aufstieg in die Promotion League.
«Es sind alle weg.»
Francesco Cardili, Präsident Glattal Dübendorf

