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Mönchaltorf unbekümmert bis zur Aufstiegsparty

Der FC Mönchaltorf ist zurück in der 3. Liga. Er entschied nicht nur der Dreikampf gegen die Reserventeams von Uster und Greifensee für sich – der FCM trat auch so fair wie keine andere Mannschaft auf.

Die Mönchaltorfer waren gegen Pfäffikon 3 insgesamt fünfmal erfolgreich. (Foto: David Kündig), Der FC Möchaltorf trat nicht nur erfolgreich auf, er fiel auch durch besondere Fairness auf. (Foto: David Kündig), Die Mönchaltorfer wurden beim 5:0-Sieg über Pfäffikon 3 kaum gefordert. (Foto: David Kündig), Es ist geschafft: Trainer Beat Bühler feiert mit den Spielern des FC Mönchaltorf nach dem 5:0-Sieg über Pfäffikon 3 den Wiederaufstieg in die 3. Liga. (Foto: David Kündig), Der Mönchaltorfer Aufstieg war erst nach der letzten Runde sichergestellt. (Foto: David Kündig)

Mönchaltorf unbekümmert bis zur Aufstiegsparty

So richtig Spannung kam am Sonntag nicht mehr auf. Zu überlegen war der FC Mönchaltorf beim 5:0 über Pfäffikon 3. Bereits nach 20 Minuten stand es 2:0, ehe Muzaffer Altintas mit zwei Treffern die Führung in der zweiten Hälfte weiter ausbaute – und somit alles klar machte. Die Aufstiegsparty auf dem Sportplatz Schwerzi konnte beginnen.

Dem FCM gelang damit im zweiten Anlauf die Rückkehr in die 3. Liga. Vor allem in der Vorrunde war er konstant aufgetreten und überwinterte ungeschlagen als Tabellenführer in der Gruppe 11.

Und dennoch ist der Erfolg gegen die ambitionierte Konkurrenz alles andere als selbstverständlich. Tatsächlich schwächelten die Mönchaltorfer zwischenzeitlich – sie verloren die Direktduelle gegen die Mitaufstiegskandidaten Uster 2 und Greifensee 2 jeweils 1:2 und gerieten dadurch in Rücklage.

Schützenhilfe vom Ex-Klub

Doch FCM-Coach Beat Bühler konnte sich am zweitletzten Spieltag auch auf die Spieler seines Ex-Vereins Greifensee verlassen. Sie trotzten dem zuvor in der zweiten Meisterschaftshälfte so souverän auftretenden Uster 2 (sieben Spiele, sieben Siege) ein entscheidendes 2:2-Remis ab.

Mönchaltorf profitierte davon und übernahm wieder die Spitze. «Wir waren nicht immer souverän», sagt Trainer Bühler offen, und spricht von einer Portion Glück. «Uster hätte es ebenso verdient gehabt», findet er.

Am Ende gab vielleicht die Unbekümmertheit des FCM den Ausschlag – gerade nach den beiden einzigen Niederlagen im April. «Die Spieler sind locker geblieben», sagt Bühler. Die hernach deutlichen Resultate bestätigen seine These.

Und die Mönchaltorfer Kaltschnäuzigkeit zeigt sich auch in der Fairplay-Rangliste. Mit den insgesamt 10 Strafpunkten ist der FCM nicht nur das fairste Team der Gruppe, sondern das fairste überhaupt aller 128 Viertliga-Mannschaften (!) in der Region Zürich. «Darauf habe ich früh Wert gelegt», sagt Bühler.

Anfang 2016 hatte der vormalige Junioren-Trainer sein Amt angetreten. Den Sturz in die 4. Liga konnte der 54-Jährige aber nicht mehr abwenden. Das Verletzungspech von Leistungsträgern und ungenügende Trainingspräsenzen machte er damals dafür geltend.

Bei der Präsenz im Trainingsalltag sieht er noch heute Steigerungspotenzial. Hadern will er mit der Situation aber nicht. «Man muss auf dieser Stufe auch Kompromisse eingehen», sagt er.

Im zweiten Anlauf

Tatsächlich fanden die Mönchaltorfer in der 4. Liga schnell wieder den Tritt – auch wenn ihnen in der ersten Saison der SC Barcelona noch deutlich vor der Sonne stand. Den Kern bildet dabei weiterhin ein grosser Teil der damaligen Drittliga-Equipe.

Doch Bühler hat seither auch einige Nachwuchskräfte nachgezogen. Sowieso streicht er den guten Kitt innerhalb des Teams heraus. «Bei uns gibt es keine Gruppenbildung», sagt er.

Doch reicht dies alleine um in der 3. Liga bestehen zu können – nur schon im Vergleich mit den anderen Aufsteigern aus der Region? Sie verfügen entweder über das weitaus grössere Fundament im Klub (Rüti 2), oder sehen sich sogar über kurz oder lang in der 2. Liga (Volketswil).

Der «kleine» FC Mönchaltorf kann da nicht mithalten. Eine zweite Aktivmannschaft ist beispielsweise derzeit gar keine vorhanden. Bühler sieht es unaufgeregt. Als eigentliches Spieler-Reservoir dienen ihm die A-Junioren. Über externe Zuzüge würde er sich freuen.

Er ist aber auch genügend Realist, um zu wissen, dass bestandene Drittliga-Fussballer dem FCM kaum die Türe einrennen werden. Und im Gegensatz zu den Mitaufsteigern steht für ihn beim anstehenden Abenteuer in der 3. Liga nur eines im Vordergrund – der Ligaerhalt.

Brüttisellen-Dietlikon – Barcelona 5:1
Aufsteiger FC Brüttisellen-Dietlikon feierte in der Gruppe 3 einen klaren Heimsieg, der mit einer besseren Chancenauswertung noch höher hätte ausfallen können. Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Merlo das 1:0 gelang. Nachdem die Brüttiseller kurz vor der Pause durch eine Unaufmerksamkeit den Ausgleich kassiert hatten, erhöhten sie im zweiten Durchgang das Tempo. Mit der Konsequenz, dass sie noch viermal trafen.

Pfäffikon 2 – Zürich-Affoltern 1:2
Die Pfäffiker Reserven schlossen ihre starke Rückrunde mit einer Niederlage ab. Vor der Pause vermochte das Heimteam nur vereinzelt Gefahr auszustrahlen und geriet gegen den einfach, aber effektiv spielenden Gegner 0:2 ins Hintertreffen. In der zweiten Hälfte trat Pfäffikon beherzt auf, die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Erst in der Nachspielzeit gelang Simon Steiner der 1:2-Anschlusstreffer.

Dübendorf 2 – Höngg 2 1:4
Den guten zweiten Schlussrang hatten sich die Dübendorfer Reserven schon zuvor gesichert. Die 1:4-Niederlage zuhause gegen Höngg 2 – schon das Hinspiel hatten die Glattaler verloren – konnte das Team von Michele Calleri deswegen verschmerzen.

Glattal Dübendorf – Industrie Turicum 1:4
Absteiger Glattal Dübendorf glich gegen Industrie Turicum dank einem verwandelten Penalty von Ake (27.) nur kurz nach dem ersten Gegentor wieder aus. Auf den Doppelschlag der Gäste am Anfang der zweiten Hälfte fanden die Glattaler dann aber keine Antwort mehr.

Weisslingen – Oerlikon/Polizei 2 5:2
Vor einer tollen Kulisse – über 200  Zuschauer verfolgten die Partie – gelang Weisslingen ein klarer Sieg. Fünf Minuten vor der Pause bediente Fenner mit einem Querpass Brunetti – 1:0. In der zweiten Hälfte erhöhte das Heimteam dank einem Doppelpack innerhalb von fünf Minuten auf 3:0. Bünter (68.) nach einem Torhüterfehler zum 4:1 und Wirth (88./5:2) nach einer mustergültigen Vorlage von Kienast erzielten die weiteren Weisslinger Tore.

Bassersdorf 2 – Effretikon 3:2
In der Gruppe 4 verspielte Effretikon auswärts gegen Bassersdorf 2 eine 2:0-Führung. Dejan Stankovic (9.) und Uchenna Anioke (23.) trafen im für die Effretiker bedeutungslosen Spiel. Nach dem Seitenwechsel kamen die Unterländer, für die es um alles oder nichts ging, bis zur 63. Minute zum Ausgleich. In der Nachspielzeit avancierte Nikola Petrovic dann zum Matchwinner und sicherte Bassersdorf 2 somit den Ligaerhalt.

Pfäffikon – Küsnacht 2 7:0
Im letzten Spiel der Saison gegen die Küsnachter Reserven kam der  FC Pfäffikon zu einem Kantersieg. Freuler und Gashi gelangen für das offensivstärkste Team der Gruppe 6 jeweils zwei Tore.

Fehraltorf – Zollikon 7:4
Fehraltorf sicherte sich nach einem Torspektakel im Duell zweier Tabellennachbarn den vierten Schlussrang. Der FCF geriet zwar früh in Rückstand, drehte das Spiel aber bis zur 49. Minute mit fünf Toren hintereinander.   

Fällanden – Oetwil am See 4:2
Nach vier Niederlagen in Serie beendete Fällanden die Saison mit einem Sieg. Bis kurz vor Schluss führte das Heimteam knapp 2:1. Dann aber machten Vaz (87.) und Baran (89.) den Deckel drauf. (zo)

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