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Gestärkt wieder in die 3. Liga

Der FC Volketswil hat den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga ohne nur eine Niederlage geschafft. Sie soll allerdings nur eine Zwischenstation sein. Rechtzeitig zum 50-Jahr-Jubiläum will der Verein noch eine Stufe höher spielen.

Auf der Volketswiler Griespark-Anlage gibt es schon bald wieder Drittliga-Fussball. (Foto: David Kündig)

Gestärkt wieder in die 3. Liga

Eigentlich war der Aufstieg sowieso längst noch eine Formsache. Viel zu souverän agierte der FC Volketswil in der Viertliga-Gruppe 10, als dass ihn der hartnäckigste Gegner Wülflingen hätte gefährden können.

Gegner trat gar nicht an

Definitiv wurde die Rückkehr in die 3. Liga nach nur einer Saison am Sonntag aber ohne überhaupt auf dem Feld zu stehen. Der abgeschlagene Tabellenletzte und Absteiger Turbenthal gab am Abend vor dem Match forfait – aufgrund zu weniger Spieler.

17 der 19 Meisterschaftspartien gewannen die Volketswiler. Nach einer sogar makellosen Vorrunde mussten sie sich in dieser Rückrunde nur zweimal mit einem Unentschieden begnügen. Damit ist der FCV nebst dem ebenso deutlich überlegenen BC Albisrieden das einzige Team aller 12 Gruppen ohne nur eine Niederlage.

«Wir haben uns trotz der Spielabsage am Nachmittag getroffen und das eine oder andere Bier getrunken», sagt Martin Vanni, der Leiter Aktive. Die offizielle Feier findet aber am kommenden Sonntag im Rahmen des letzten Spiels auf der heimischen Griespark-Anlage statt.

«Der sofortige Wiederaufstieg war ein Muss», sagt Vanni. «17 Spieler sind im letzten Sommer geblieben. Sie waren topmotiviert und wollten nach dem bitteren Abschied etwas gutmachen.» Die Mannschaft aber noch eine weitere Saison in der 4. Liga zusammenzuhalten wäre schwierig geworden, glaubt er.

Ein Gruppenwechsel als Mosaikstein

Als wegweisender Entscheid erwies sich in der Nachbetrachtung auch, die Saison so quasi als zweite Mannschaft in der Winterthurer Gruppe 10 mit weitgehend wenig bekannten Gegnern in Angriff zu nehmen.

«Das war bestimmt ein Mosaikstein. Man sieht ja wie sich Mönchaltorf und Uster 2 an der Spitze einen Zweikampf liefern», sagt Trainer Alex Schilling mit dem Verweis auf die Gruppe 11, in der das zweite Volketswiler Viertliga-Team eingeteilt ist.

Der FCV setzte hingegen sogleich zu einem Start-Ziel-Sieg an. Für Schilling war dabei insbesondere die Breite des Kaders ein entscheidender Faktor für die Konstanz und Dominanz. «Wir haben 22 Spieler – jede Position ist ohne Leistungsabfall doppelt besetzt», sagt der 49-Jährige, der seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert hat.

Und damit die Volketswiler nicht wie zuletzt auf der höheren Stufe sogleich wieder ums Überleben kämpfen müssen, soll das Team weiter verstärkt werden. Spieler im Alter von 25 bis 28 Jahren mit Leaderqualitäten wünscht sich Schilling für sein junges Team in der 3. Liga.

Als erstes Ziel nennt er dort «einen Platz im Mittelfeld», ehe es 2021 – rechtzeitig zum 50-Jahr-Jubiläum des Vereins, bereits wieder eine Stufe höher gehen soll.

Punkte-, aber keine Unterschriftsprämien

Es sind ehrgeizige Pläne. Doch in Volketswil sehnt man sich nach der 2. Liga, wo man vor über 20 Jahren zuletzt spielte – und seither schon einige vergebliche Anläufe nahm. Und dafür lässt sich das Umfeld des Vereins auch nicht lumpen.

Gegen 500 Franken an Punkteprämien können die Spieler pro Saison verdienen, bestätigt Präsident Markus Denzler. Die Gerüchte, Spieler würden beispielsweise bei einem Wechsel zum FCV für die Unterschrift eine Prämie kassieren, weist er aber entschieden zurück.

Zürich-Affoltern – Brüttisellen-Dietlikon 1:3
Der Leader und Aufsteiger der Gruppe 3 feierte einen verdienten 3:1-Auswärtssieg gegen Zürich-Affoltern. Die Partie fand auf durchschnittlichem  Niveau statt. Stellvertretend dafür waren die vielen Fehlpässe auf beiden Seiten. Mit einer besseren Chancenauswertung hätte Brüttisellen jedoch höher gewinnen müssen. Tacelli brachte sein Team nach 12 Minuten auf Kurs, doch konnte der völlig freistehende Winzeler kurze Zeit darauf ausgleichen. Im zweiten Durchgang hatten die Stadtzürcher keine Chance mehr,  derweil Murati und Livio Pila trafen.

Industrie Turicum – Dübendorf 2 1:1
Dübendorf 2 musste sich auswärts beim FC Industrie Turicum mit einem 1:1 begnügen. Dennoch ist den Glattalern der zweiten Platz hinter dem enteilten Brüttisellen-Dietlikon nicht mehr zu nehmen.

Glattbrugg – Glattal Dübendorf 3:1
Gegen das in der Rückrunde enttäuschende Glattbrugg (zuvor nur sieben Punkte) gab es für Glattal Dübendorf kein Erfolgserlebnis. Das längst als Absteiger feststehende Team unterlag 1:3.

Höngg 2 – Pfäffikon 2 1:1
Die Pfäffiker Reserven sicherten sich mit dem 1:1 gegen Höngg 2 vorzeitig den vierten Platz. Den Oberländern gelang in der 59. Minute nach einem Konter etwas überraschend die Führung durch Tascione. Im weiteren Verlauf der Partie rächte es sich aber, dass der FCP nur mit 12 Spielern angereist war. Die logische Folge war der Ausgleich. Immerhin brachten die Pfäffiker mit vereinten Kräften das Remis über die Zeit.

Barcelona – Weisslingen 1:2
Nach torlosen ersten 45 Minuten überschlugen sich gleich zu Wiederbeginn der zweiten Hälfte die Ereignisse. Nach einem Foul an Kienast brachte nämlich Fabio Girola den FC Weisslingen mittels Penalty auf Kurs. Mit dem nächsten Gegenzug kam Barcelona ebenso zu einer Penaltychance – und dem 1:1. Zum Sieg reichte es dem FCW aber doch noch. Bünter verwertete in der 76. Minute eine Cornerflanke per Kopf zum siegbringenden 2:1.

Zollikon – Pfäffikon 1:0
Wie schon in der Vorsaison scheitert der FC Pfäffikon im Aufstiegsrennen. Der letzte Funken Hoffnung ist mit der 0:1-Niederlage beim SC Zollikon weg. Das einzige Tor fiel in der 79. Minute per Penalty. Der Rückstand auf den Leader der Gruppe 6, FC Witikon, wuchs dadurch eine Runde vor Schluss auf sechs Punkte an.

Witikon – Wald 4:0
Der FC Wald konnte bei der 0:4-Niederlage gegen Witikon nur eine halbe Stunde lange mithalten. Entschieden war die Partie gegen den Tabellenführer schon früh in der zweiten Hälfte mit dem 2:0 der Stadtzürcher (49.).  

Oetwil am See – Wetzikon 2 3:2
Die bereits geretteten Wetziker Reserven lagen in Oetwil am See zwischenzeitlich 2:1 in Führung, sie gingen aber letztlich dennoch leer aus. Oetwil reicht nach dem 3:2-Sieg ein Punkt, um den Klassenerhalt sicherzustellen.

Küsnacht 2 – Fällanden 3:1
Beim FC Fällanden geht nichts mehr. Das 1:3 beim wahrscheinlichen Absteiger Küsnacht 2 war die bereits vierte Niederlage in Serie. Sowieso zeigen die Glattaler eine enttäuschende Rückrunde. Die karge Ausbeute aus zehn Partien: magere sechs Punkte. (zo)

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