Schlumpf siegt bei Comeback
Besser hätte die Rückkehr von Fabienne Schlumpf auf die Wettkampfbühne nicht verlaufen können. Die Wetzikerin, die am 24. März in Valencia an der Halbmarathon-WM ihr letztes Rennen bestritten hatte und danach von einer Sehnenentzündung gestoppt worden war, gewann am Sonntag den 32. Schweizer Frauenlauf über 5 km in Bern.
Schlumpf wiederholte damit ihren Sieg aus dem Vorjahr.
Als es auf den fünften und letzten Kilometer ging, konnte sie sich schon fast sicher sein, ihr Comeback mit einem Sieg zu krönen. Die 28-jährige Steeple-Spezialistin führte mit einem komfortablen Vorsprung von 20 Sekunden auf Nicola Spirig.
Die Triathlon-Olympiasiegerin hatte das Rennen bis Kilometer 3 angeführt. Als Schlumpf das Tempo jedoch verschärfte, vermochte die später schliesslich zweitklassierte Spirig nicht mehr mitzuhalten.
Der Entscheid zahlt sich aus
Schlumpfs Freude über den Sieg war gross. Was aber ebenso wichtig war: Die Wetzikerin fühlte sich sehr gut, lief beschwerdefrei und konnte die «meglässige Atmosphäre» richtig geniessen.
Die kurzfristige Absage von EM-Teilnehmerin Maja Neuenschwander, die beim Aufwärmen muskuläre Probleme hatte und kein Risiko eingehen wollte, spielte in Schlumpfs Renntaktik keine Rolle.
«Ich habe mich zuerst von Nicola mitziehen lassen, um gegen Ende anzugreifen», sagte die Wetzikerin, die erst am Mittwoch aus dem Höhentrainingslager im Engadin nach Hause zurückgekehrt war.
Ursprünglich hatte Schlumpf gleichentags nach Oslo weiterfliegen wollen. Sie entschied sich dann aber schweren Herzens dafür, auf das Diamond-League-Meeting in Norwegen zu verzichten und ihren Wiedereinstieg in Bern zu absolvieren. «Ohne Erwartungen, ganz befreit», wie sie sagte. Schlumpfs Entscheid hat sich ausbezahlt.
