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So kann der FC Wetzikon noch den Klassenerhalt schaffen

Es sieht nicht gut aus für den FC Wetzikon. Zwei Runden vor dem Ende der Saison stehen die Oberländer vor dem erneuten Sturz in die 3. Liga.

Im Abstiegskampf: Wetzikons Vincenzo Piccinni gegen Jan Lenz von der SV Schaffhausen. (Foto: Christian Merz)

So kann der FC Wetzikon noch den Klassenerhalt schaffen

Gleich vorneweg: Es sind meh­rere Wunder nötig, damit der FC Wetzikon nicht wie bereits vor zwei Jahren wieder aus der 2. Liga absteigt.

Die erste und wichtigste Voraussetzung dafür: Der FCW muss die beiden letzten Meisterschaftspartien in der Gruppe 2 vom Sonntag beim Aufsteiger Uster und in einer Woche in Diessenhofen gewinnen, um sich zumindest rechnerisch die Chance aufrechtzuerhalten. Nur: Zwei Siege allein garantieren nicht den Ligaerhalt.

Sogar Platz 11 ist noch möglich

Die Szenarien im Detail: Wetzikon entscheidet beide Spiele für sich. Die punktgleich davor klassierten Veltheim und SV Schaffhausen trennen sich im noch anstehenden Direktduell unentschieden und verlieren anschliessend beide die letzte Partie der Saison. Der FCW verbessert sich auf Rang 11 und ist gerettet.

Es gibt aber noch einen weiteren Strohhalm für die Oberländer. Falls sie nämlich zumindest einen der beiden direkten Konkurrenten Veltheim und SV Schaffhausen überholen, reicht unter Umständen auch Platz 12, um den Ligaerhalt zu bewerkstelligen.

Hoffen auf eine Niederlage des FC Rüti

Dafür wäre es wichtig, dass der in der Interregio-Gruppe 6 relegationsgefährdete FC Schaffhausen 2 seine letzte Meisterschaftspartie gegen Rüti gewinnt.

Gelingt dies, bleiben sämtliche interregionalen Klubs aus dem Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) in der Spielklasse. Davon wiederum könnten die Vereine der 2. Liga profitieren, weil nur noch fünf statt sieben Teams gruppenübergreifend absteigen müssten. Als Zwölftklassierter gäbe es für Wetzikon so ein Happy End.

Wird Schaffhausen allerdings von Chur oder Buchs tatsächlich abgefangen, erwischt es sechs regionale Zweitligisten.

In diesem Fall kommt es zu einem Quervergleich mit dem Tabellendrittletzten der Gruppe 1. Da dieser mit 14 Mannschaften ­weniger Teams angehören, wird dafür ein Koeffizient (erzielte Punkte durch Anzahl Spiele) ­errechnet.

Doch hier hat der FC Wetzikon keine guten Karten. Selbst bei zwei Siegen kommt er nur auf einen Wert von 1,071 Punkten. Der derzeitige Zwölfte der Gruppe 1, FC Srbija, müsste beide verbleibenden ­Partien verlieren, um einen noch tieferen Koeffizient (1,039) zu erreichen. Und damit sind wir wieder beim Wunder.

Weiterhin nur drei Wechsel pro Team

Mit Ausnahme der Super League können künftig in allen Ligen neu statt drei bis zu fünf Auswechslungen pro Team getätigt werden. Dies gab Ende April der Verbandsrat des Schweizerischen Fussballverbandes bekannt.

Ob dieser Entscheid aber wirklich umgesetzt wird, liegt an Abteilungen wie der Amateurliga (sie organisiert die 2. Liga interregional) oder den einzelnen Regionalverbänden selbst. Die Amateurliga beispielsweise hätte sich gerne dem Weg der Challenge League angeschlossen, in der ab der nächsten Saison viermal ausgewechselt werden kann.

Laut Heinz Rähmi, Leiter Spielkommission bei der Amateurliga, sorgte die Änderung für kontroverse Diskussionen unter den Regionalverbänden. Über eine Anpassung wird deshalb erst an der nächsten Präsidentenkonferenz befunden, sie würde dann auf die Saison 2019/2020 in Kraft treten.

Abwartend reagiert auch der FVRZ. «Es macht keinen Sinn, etwas vorschnell einzuführen, und in einem Jahr womöglich wieder zu ändern», sagt Rähmis Amtskollege Willy Scramoncini. (dsc)

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