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Der Traum des FC Rüti 2 hat sich erfüllt

Der FC Rüti 2 kehrt nach vier Jahren wieder in die 3. Liga zurück. Ihm folgen werden noch zwei weitere Teams aus der Region. Schlecht sieht es hingegen für den FC Egg aus, der vorzeitig als Absteiger in die tiefste Spielklasse feststeht.

Sie haben es geschafft: Rütis Spieler und Trainer nach dem Aufstieg. (Foto: FC Rüti/Facebook)

Der Traum des FC Rüti 2 hat sich erfüllt

Rüti-2-Trainer Salih Kurtisi war erleichtert nach dem 1:1 in Männedorf. Den Aufstieg in die 3. Liga vor Augen, trat sein Team sichtlich nervös auf und lag deshalb sogar zwischenzeitlich in Rückstand. «Wir wollten eine mögliche Finalissima gegen Hinwil verhindern», sagte Kurtisi.

Denn: Bei einer Niederlage hätte der FCH die Rütner tatsächlich mit einem Sieg im Direktduell der letzten Runde noch überflügeln können. «Die Konkurrenz war über die ganze Meisterschaft hinweg nicht so konstant. So hat sich unser Traum erfüllt», freut er sich.

 

Der Aufstieg ist Tatsache! Auch am Morgen danach kann man es noch gar nicht so richtig glauben. Doch wenn man auf die Tabelle schaut, dann steht dort der FC Rüti 2 an der mittlerweile gewohnten obersten Stelle mit sieben Punkten Vorsprung auf den direkten Verfolger Hinwil, der nur noch zwei Spiele ausstehend hat. Die Mannschaft wurde für ihren Willen und ihr Engagement belohnt. Im Spiel gegen Männedorf brauchte es wiederum beides. Das Heimteam stand tief, doch das Pressing funktionierte nicht, so dass häufig gefährliche Bälle in den Rücken der aufgerückten Verteidigung gespielt werden konnten. So entstanden viele gefährliche Szenen für Männedorf. Rüti hatte Mühe, kam aber auch hie und da zu einer Chance. In der 37. Minute fiel das 1:0 für Männedorf, was sich leider abgezeichnet hatte. Rüti spielte danach etwas besser und kam noch vor der Pause durch Bashkim vors Tor. Dieser wäre alleine auf den Torwart losgezogen und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Der Verteidiger sah die rote Karte und musste vom Platz. Diese Aktion kurz vor der Pause war der Wendepunkt in dieser Partie. In der zweiten Halbzeit stellte Rüti um auf eine Dreierkette in der Abwehr und einer Doppelspitze vorne. Männedorf stand nur noch hinten rein, liess aber trotzdem einige Chancen zu. Die Rütner liefen immer wieder an, doch das nötige Abschlussglück fehlte. In der 69. Minute kam dann die Erlösung. Die erste Hereingabe von Yasin wurde noch abgeblockt, doch beim zweiten Versuch fand er den freistehenden Devin, der im Stile eines Goalgetters verwandelte. Für die Spieler gab es kein Halten mehr. Mit dem 1:1 würde man zwar aufsteigen, doch auch gegen einen Gegner, der aufgehört hat Fussball zu spielen, kann jederzeit ein Tor fallen. Die Konzentration musste hochgehalten werden und ein weiteres Tor für Rüti hätte die Nerven etwas geschont. Die Chancen dazu kamen, konnten aber nicht genutzt werden. Der FC Männedorf brachte aber glücklicherweise nicht mehr viel zu Stande. In der 95. Minute wurde es noch einmal kurz etwas brenzlig, doch danach pfiff der Schiedsrichter ab und liess damit den Aufstieg des FC Rüti Tatsache werden.

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Kurtisi: «Haben mehr investiert»

Seit zwei Jahren trainiert Kurtisi die Rütner Reserven. Eine Überraschung ist für ihn der Aufstieg aber nicht. «Wir haben mehr investiert als unsere Gegner», ist er überzeugt. 2014 spielten die Oberländer zuletzt in der 3. Liga.

Seither hat sich das Gesicht des Teams allerdings deutlich verändert. «Es sind nur noch wenige von damals mit dabei. Wir haben eine sehr junge Mannschaft», sagt Kurtisi. Und der 34-Jährige ist auch überzeugt davon, dass sein Team in der höheren Spielklasse eine gute Rolle spielen wird.

Volketswil kann nachlegen

Dem FC Rüti 2 folgen in den nächsten Wochen noch zwei weitere Teams aus der Region. In der Gruppe 10 reicht Volketswil am Sonntag ein Remis, um den direkten Wiederaufstieg sicherzustellen.

Umkämpfter präsentiert sich im Saisonfinish die Situation in der Gruppe 11. Die besten Karten haben die noch bis zum Ende der Saison von Roger Fegble (er wechselt zum FC Küsnacht) betreuten Ustermer Reserven. Auch dem FCU würde als Tabellenerster die sofortige Rückkehr in die 3. Liga gelingen.

Allerdings lauern dahinter Mönchaltorf und Greifensee 2 auf mögliche Ausrutscher. Und letzteres Team kann sogar direkten Einfluss auf die Entscheidung nehmen – im Spiel gegen Uster.

In der Abwärtsspirale

Nur: Wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. In der Gruppe 12 mit Rüti 2 ist es der FC Egg. «Abwärtsspirale statt Aufwärtstrend», titelte der Berichterstatter des Teams schon in der März-Ausgabe der Clubzeitschrift «Eggball».

Und dieser Trend setzte sich in der Rückrunde fort. Mit nur zwei Siegen ist der FCE abgeschlagen am Ende der Tabelle und taucht damit – nur zwei Jahre nach dem Abstieg in die 3. Liga – nun sogar in die tiefste Spielklasse ab.

Die im November 2016 initiierte Neuaufstellung mit eigenen Nachwuchskräften und Pascal Cadonau als Trainer, trug damit noch keine Früchte. «Unser Ziel ist es, als Mannschaft einen attraktiven, offensiven Fussball zu spielen, bei welchem der Ball am Boden bleibt und durch die Reihen zirkuliert», sagte dieser noch vor der Saison.

Wie auch immer: Den «längerfristig besseren und erfolgreicheren Fussball» (Cadonau) müssen die Egger in der nächsten Saison in der 5. Liga zeigen.

Der FC Egg ist aber nicht der einzige Verein aus der Region, der sich derzeit schwertut. Das bis 2015 noch in der 3. Liga spielende Russikon, hat beispielsweise gleich zwei Teams (Platz 9 und 10) im hinteren Tabellenfeld.

Ohne dem vorzeitigen Rückzug des FC Rot Weiss Winikon 2 wäre zumindest eines der beiden Mannschaften noch in Abstiegsnot.

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