Der Traum des FC Rüti 2 hat sich erfüllt
Rüti-2-Trainer Salih Kurtisi war erleichtert nach dem 1:1 in Männedorf. Den Aufstieg in die 3. Liga vor Augen, trat sein Team sichtlich nervös auf und lag deshalb sogar zwischenzeitlich in Rückstand. «Wir wollten eine mögliche Finalissima gegen Hinwil verhindern», sagte Kurtisi.
Denn: Bei einer Niederlage hätte der FCH die Rütner tatsächlich mit einem Sieg im Direktduell der letzten Runde noch überflügeln können. «Die Konkurrenz war über die ganze Meisterschaft hinweg nicht so konstant. So hat sich unser Traum erfüllt», freut er sich.
Kurtisi: «Haben mehr investiert»
Seit zwei Jahren trainiert Kurtisi die Rütner Reserven. Eine Überraschung ist für ihn der Aufstieg aber nicht. «Wir haben mehr investiert als unsere Gegner», ist er überzeugt. 2014 spielten die Oberländer zuletzt in der 3. Liga.
Seither hat sich das Gesicht des Teams allerdings deutlich verändert. «Es sind nur noch wenige von damals mit dabei. Wir haben eine sehr junge Mannschaft», sagt Kurtisi. Und der 34-Jährige ist auch überzeugt davon, dass sein Team in der höheren Spielklasse eine gute Rolle spielen wird.
Volketswil kann nachlegen
Dem FC Rüti 2 folgen in den nächsten Wochen noch zwei weitere Teams aus der Region. In der Gruppe 10 reicht Volketswil am Sonntag ein Remis, um den direkten Wiederaufstieg sicherzustellen.
Umkämpfter präsentiert sich im Saisonfinish die Situation in der Gruppe 11. Die besten Karten haben die noch bis zum Ende der Saison von Roger Fegble (er wechselt zum FC Küsnacht) betreuten Ustermer Reserven. Auch dem FCU würde als Tabellenerster die sofortige Rückkehr in die 3. Liga gelingen.
Allerdings lauern dahinter Mönchaltorf und Greifensee 2 auf mögliche Ausrutscher. Und letzteres Team kann sogar direkten Einfluss auf die Entscheidung nehmen – im Spiel gegen Uster.
In der Abwärtsspirale
Nur: Wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. In der Gruppe 12 mit Rüti 2 ist es der FC Egg. «Abwärtsspirale statt Aufwärtstrend», titelte der Berichterstatter des Teams schon in der März-Ausgabe der Clubzeitschrift «Eggball».
Und dieser Trend setzte sich in der Rückrunde fort. Mit nur zwei Siegen ist der FCE abgeschlagen am Ende der Tabelle und taucht damit – nur zwei Jahre nach dem Abstieg in die 3. Liga – nun sogar in die tiefste Spielklasse ab.
Die im November 2016 initiierte Neuaufstellung mit eigenen Nachwuchskräften und Pascal Cadonau als Trainer, trug damit noch keine Früchte. «Unser Ziel ist es, als Mannschaft einen attraktiven, offensiven Fussball zu spielen, bei welchem der Ball am Boden bleibt und durch die Reihen zirkuliert», sagte dieser noch vor der Saison.
Wie auch immer: Den «längerfristig besseren und erfolgreicheren Fussball» (Cadonau) müssen die Egger in der nächsten Saison in der 5. Liga zeigen.
Der FC Egg ist aber nicht der einzige Verein aus der Region, der sich derzeit schwertut. Das bis 2015 noch in der 3. Liga spielende Russikon, hat beispielsweise gleich zwei Teams (Platz 9 und 10) im hinteren Tabellenfeld.
Ohne dem vorzeitigen Rückzug des FC Rot Weiss Winikon 2 wäre zumindest eines der beiden Mannschaften noch in Abstiegsnot.
