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Schlumpf verzichtet auf Oslo

Fabienne Schlumpf sieht nach ihrer Verletzung davon ab, am Donnerstag am Diamond-League-Meeting in Oslo zu starten. Die Wetzikerin fühlt sich noch nicht bereit dafür.

Das Steeple-Rennen am Donnerstag lässt Fabienne Schlumpf aus, am Sonntag aber startet sie in Bern zum Frauenlauf. (Archivfoto: Christian Merz)

Schlumpf verzichtet auf Oslo

Fabienne Schlumpf hat sie bis zuletzt hinausgezögert. Und die Wetzikerin macht kein Geheimnis daraus: Die Entscheidung hat sie in den letzten Tagen belastet.

Sollte sie nach der überstandenen Sehnenentzündung im rechten Fuss wirklich am Donnerstag am Diamond-League-Meeting in Oslo starten? Oder mit dem Einstieg in ihrer Spezialdisziplin über 3000 m Steeple doch noch etwas zuwarten?

«Es gibt kein richtig oder falsch in dieser Frage», ist sie überzeugt. Einfacher hat das die Angelegenheit allerdings nicht gemacht.

Die vielen guten Erinnerungen an Oslo

Der Flug ist längst gebucht, ebenso die Unterkunft. Das Meeting in der norwegischen Hauptstadt ist für Schlumpf mit posi­tiven Emotionen verbunden.

Vor einem Jahr senkte sie da nicht nur ihre eigene nationale Bestmarke über 3000 m Steeple um rund fünf Sekunden. Die 27-Jährige stürmte in ihrem damals erst zweiten Diamond-League-Meeting als Dritte auch aufs Podest.

 

«Es gibt kein richtig oder falsch in dieser Frage.»

Fabienne Schlumpf

 

Dennoch: Schlumpf hat am Dienstag schweren Herzens beschlossen, auf den Abstecher nach Oslo zu verzichten.

Die Olympiateilnehmerin von 2016 hört auf ihr Bauchgefühl: «Ich bin noch nicht bereit. Mit einem Start würde ich mir keinen Gefallen machen.»

Kein Verzug, ein anderer Weg

Vor rund zweieinhalb Wochen hat Schlumpf nach ihrer Verletzung wieder mit dem Lauftraining begonnen. Die Sehne? Ist überhaupt kein Problem mehr.

Dafür schlägt sie sich plötzlich mit muskulären Problemen im Oberschenkel herum. Diese führen dazu, dass die Wetzikerin im Bahntraining viele Abstriche machen muss.

«Jetzt fehlen spezi­fische Dinge.» Sie wolle zwei bis drei sehr gute und vor allem beschwerdefreie Trainingswochen absolvieren können vor ihrem Steeple-Debüt, sagt Schlumpf.  

Durch den Verzicht auf das Diamond-League-Meeting in Oslo verändert sich ihre auf die Europameisterschaften in Berlin (7. bis 12. August) ausgerichtete Planung erneut.

Im Verzug sieht sie sich allerdings nicht, der Weg sei einfach ein anderer. «Ich muss ja nicht jetzt in Top-Form sein, sondern erst im August.»

Am 30. Juni am Diamond-League-Meeting in Paris will Schlumpf in jedem Fall am Start sein, zuvor vielleicht in Uster am 15. Juni ein Steeple-Rennen bestreiten.

Wettkampfmässig im Einsatz ist sie aber schon wieder viel früher – am Sonntag am Frauenlauf in Bern. Unter Druck setzt sich die Vorjahressiegerin nicht. «Ich freue mich einfach, wieder einmal ein Rennen zu laufen.»  

 

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