Zahners Angriff kann niemand kontern
Auch flache Steigungen können ganz schön fies sein. Diese Radfahrerweisheit bestätigte sich an der zweiten Station des EKZ Cups in Wetzikon.
Die Rennstrecke wies nur wenige Höhenmeter auf. Dafür wurde sie im Höchsttempo befahren und entsprechend hoch ging der Puls. Das Elite-Rennen gewann der Dürntner Simon Zahner.
Die Elite startete gleichzeitig mit den Masters, den U-19-Junioren und der Kategorie «For All». Bisweilen war der Platz auf den engen Singletrails im Wald knapp. Zuerst bestimmte Bike-Marathon-Profi Konny Looser aus Hinwil das Tempo, bis er mit einem Platten aus der Entscheidung fiel. Dann ergriff Gesamtlieder Zahner die Flucht nach vorn.
Es wurde mit ausgefahrenen Ellbogen gefahren, besonders in den langsameren Kategorien.»
Simon Zahner
«Es wurde mit ausgefahrenen Ellbogen gefahren, besonders in den langsameren Kategorien», sagte der Dürntner. «Ich wollte keinen Zusammenstoss riskieren, also griff ich an. Ich musste dann ziemlich leiden, aber schliesslich ging es auf.»
Das ist leicht untertrieben für den Vorsprung von 1:46 Minuten, den Zahner bis ins Ziel herausfuhr. Zweiter wurde der Aargauer Sven Olivetti, der sich auf den letzten Metern gegen Marcel Wildhaber durchsetzen konnte. Pechvogel Looser beendete das Rennen schliesslich auf dem fünften Platz.
Doppelwelle als Hingucker
Das Frauenrennen war eine klare Sache: Michelle Schätti fuhr über die ganze Distanz vorne weg. Sie selber erlebte es ein wenig anders: «Ab Rennhälfte liess ich etwas nach. Die Hitze machte mir zu schaffen und wenn man weiss, dass hinten jemand drückt, wird es richtig hart. Da half nur positives Denken.»
17 Sekunden vor ihrer ersten Verfolgerin – der Bäretswilerin Daniela Wäfler – erreichte sie das Ziel und erkämpfte sich damit auch das blaue Trikot der Gesamtleaderin.
Im Start-Ziel-Gelände hatte der veranstaltende RV Wetzikon mehrere Rampen, Steilkurven und eine Doppelwelle aufgebaut. Besonders diese sorgte für Spektakel, denn die schnelleren Fahrer übersprangen sie.
Fast 400 Teilnehmende
Insgesamt 382 mehrheitlich junge Teilnehmende fuhren in den verschiedenen Kategorien am EKZ Cup in Wetzikon. Die Jugend für den Mountainbike-Sport zu begeistern und dem Renn-Nachwuchs Startgelegenheiten zu bieten, sind denn auch die Hauptzwecke der Rennserie.
Thomas Pettermands Bilanz war positiv. Der Vizepräsident des OK in Wetzikon sagte: «Ich habe viele fröhliche Kinder und Eltern gesehen, die ihren Spass hatten und in guter Stimmung nach Hause gingen. So hält die Freude am Bike-Sport doch am längsten.» (zo)
