Die Ziellinie nach den 400 harten Metern mit den zehn 76,2 cm hohen Hindernissen überquerte sie mit einem lauten Freudenschrei. Entspannte Gesichtszüge mit einem breiten Lachen folgten, und die Anstrengung trat in den Hintergrund.
Auslöser für die Gefühlsregungen der Hinwilerin war die Qualität der Leistung. 55,53 Sekunden. Schneller gelaufen sind in der Schweiz erst Rekordhalterin Anita Protti (54,25), Lea Sprunger und Petra Fontanive – und in diesem Jahr in Europa erst eine Läuferin. Klar, auch die EM-Limite hat Robine Schürmann damit erfüllt.
Optimal vorbereitet
Um nicht weniger als 1,12 Sekunden verbesserte sie damit ihre bisherige Bestmarke auf dem vorletzten Jahr. «Ein immenser Sprung, ich staune», sagte die 29-Jährige strahlend. Zwar wusste sie aufgrund ihrer Einsätze über 300 m Hürden von einer guten Form.
Und fest stand für sie die Erklärung: «Ich kam ohne Verletzung und ohne Krankheit durch den Winter.» Ergänzend fügte die Oberländerin an: «Wir machten wohl alles richtig, und es musste einfach aufwärtsgehen.» Auf das intensive Arbeiten in der Trainingsgruppe von Flavio Zberg im LC Zürich spielte sie an.

