Es war so quasi ein Start-Ziel-Sieg. Der FC Brüttisellen-Dietlikon feierte in der Drittliga-Gruppe 3 sogleich neun Siege in Serie, ehe er erstmals gegen Zürich-Affoltern Punkte liegen liess. Es sollte einer von insgesamt nur zwei «Holperern» bleiben. Stellvertretend für die Überlegenheit steht der gestrige 8:1-Kantersieg über Glattbrugg – dem Tabellenvierten notabene.
Brüttisellen-Dietlikon gewann 16 der 18 Partien und steht damit vorzeitig als Aufsteiger fest. Dies, weil der nächste Verfolger Dübendorf 2 überraschend dem Drittletzten Herrliberg 2 1:2 unterlag. «Darauf waren wir nicht vorbereitet. Jetzt wird halt improvisiert», sagt Trainer Robert Merlo und lacht. Eine mögliche Feier wurde deshalb im Vorfeld gar nicht erst geplant. Sie hätte nach dem nächsten Spiel in zwei Wochen stattfinden sollen.
Viele Tore und mehr Breite
Wie auch immer: Die Rückkehr nach zwei Jahren in der 3. Liga war sowieso längst nur noch Formsache. Die Brüttiseller gingen ihren eigenen, höheren Rhythmus, dem keine Mannschaft nur annähernd folgen konnte. 73 Tore erzielten sie – von allen 73 Drittliga-Teams war einzig Altstetten in der Gruppe 2 bisher noch etwas treffsicherer. «Defensiv könnten wir allerdings noch stabiler stehen», findet Merlo. Es ist ein Mäkeln auf hohem Niveau – die nur 20 Gegentore lassen sich durchaus sehen.
Als Schlüssel für den Erfolg nennt der Trainer die Breite im Kader. Sie machte für ihn im Vergleich zur Vorsaison auch den Unterschied aus, in der Brüttisellen-Dietlikon noch dem FC Wetzikon den Vorzug geben musste. «Wenn ein Schlüsselspieler wie Dario Krebs fehlte, verloren wir prompt», sagt Merlo stellvertretend. Auch in dieser Rückrunde musste der Mittelfeldspieler verletzungsbedingt wiederholt einige Male passen – so wie gestern. Allerdings erneut ohne negative Folgen.

