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Brüttisellens Aufstieg bereits perfekt

Der FC Brüttisellen-Dietlikon kehrt in die 2. Liga zurück. Er steht bereits vier Runden vor dem Saisonende nach dem 8:1-Sieg über Glattbrugg und dem Patzer des nächsten Verfolgers, Dübendorf 2, vorzeitig als Aufsteiger fest.

Und jetzt alle miteinander: Die Brüttiseller Spieler und Trainer Robert Merlo lassen es in der Kabine krachen. (Foto: Sibylle Meier), Aufstiegsjubel in der Kabine: Brüttisellen-Dietlikon-Trainer Robert Merlo feiert mit seinen Spielern die Rückkehr in die 2. Liga. (Foto: Sibylle Meier)

Brüttisellens Aufstieg bereits perfekt

Es war so quasi ein Start-Ziel-Sieg. Der FC Brüttisellen-Diet­likon feierte in der Drittliga-Gruppe 3 sogleich neun Siege in Serie, ehe er erstmals gegen Zürich-Affoltern Punkte liegen liess. Es sollte einer von ins­gesamt nur zwei «Holperern» bleiben. Stellvertretend für die Überlegenheit steht der gestrige 8:1-Kantersieg über Glattbrugg – dem Tabellenvierten notabene.

Brüttisellen-Dietlikon gewann 16 der 18 Partien und steht damit vorzeitig als Aufsteiger fest. Dies, weil der nächste Verfolger Dübendorf 2 überraschend dem Drittletzten Herrliberg 2 1:2 unterlag. «Darauf waren wir nicht vorbereitet. Jetzt wird halt improvisiert», sagt Trainer Robert Merlo und lacht. Eine mögliche Feier wurde deshalb im Vorfeld gar nicht erst geplant. Sie hätte nach dem nächsten Spiel in zwei Wochen stattfinden sollen.

Viele Tore und mehr Breite

Wie auch immer: Die Rückkehr nach zwei Jahren in der 3. Liga war sowieso längst nur noch Formsache. Die Brüttiseller gingen ihren eigenen, höheren Rhythmus, dem keine Mannschaft nur annähernd folgen konnte. 73 Tore erzielten sie – von allen 73 Drittliga-Teams war einzig Altstetten in der Gruppe 2 bisher noch etwas treffsicherer. «Defensiv könnten wir allerdings noch stabiler stehen», findet Merlo. Es ist ein Mäkeln auf hohem Niveau – die nur 20 Gegentore lassen sich durchaus sehen.

Als Schlüssel für den Erfolg nennt der Trainer die Breite im Kader. Sie machte für ihn im Vergleich zur Vorsaison auch den Unterschied aus, in der ­Brüttisellen-Dietlikon noch dem FC Wetzikon den Vorzug geben musste. «Wenn ein Schlüsselspieler wie Dario Krebs fehlte, verloren wir prompt», sagt Merlo stellvertretend. Auch in dieser Rückrunde musste der Mittelfeldspieler verletzungsbedingt wiederholt einige Male passen – so wie gestern. Allerdings erneut ohne negative Folgen.

Sowieso wissen die meisten Spieler des FC Brüttisellen-Dietlikon, was ihnen künftig in der 2. Liga blühen wird. Sie bezahlten in der Saison 2015/2016 dort nämlich bereits einmal ziemliches Lehrgeld und mussten als Tabellenletzter sofort wieder absteigen. Trotz der Enttäuschung blieb die Mannschaft in der ­Folge zusammen. «Das spricht für die gute Arbeit im Verein, und ist ein Verdienst meiner Vorgänger. Ich habe damals ein intaktes Team übernommen», blickt Merlo zurück.

Merlo bleibt Trainer

Überhaupt: Gerade die Erfahrungen in der 2. Liga könnten dem Team beim zweiten Anlauf helfen. Es wird in fast unveränderter personeller Konstellation in das neue Abenteuer in der höheren Liga steigen. Und dazu passt auch die Vertragsverlän­gerung mit Merlo. Er bleibt ein drittes Jahr als Trainer auf dem Sportplatz Lindenbuck. Dies wurde mit dem Wiederaufstieg bekannt gegeben.

Punktuell verstärken will Merlo aber natürlich trotzdem sein Brüttiseller Team. Der 57-Jährige ist im Kontakt mit zwei Erstliga-Fussballern. «Ich hoffe, zumindest einen davon überzeugen zu können», sagt er.

 

3. Liga kompakt

Weisslingen – Glattal D. 7:2
Auf der Mettlen in Weisslingen führte das Heimteam nach einem Startfurioso schnell 3:0. Die Weisslinger erarbeiteten sich auch danach Chance um Chance. Livio Girola erzielte nach einem Traumpass von Brunetti das 4:0, in der 43. Minute vollendete Astl zum 5:0. Nach der Pause erhöhte Kienast mit einem Doppelpack gar zum 7:0. Danach schaltete Weisslingen jedoch mehr als einen Gang zurück, was die Gäste zur Resultatkosmetik nützten. Nach der hohen Niederlage ist die Zeit von Glattal Dübendorf in der 3. Liga abgelaufen. Die Glattaler stehen in der Gruppe 3 als erster Absteiger fest.

Pfäffikon 2 – Oerlikon/Pol. 2 8:1
Die Reserven des FC Pfäffikon schlugen die harmlose zweite Mannschaft des FC Oerlikon/Polizei gleich 8:1 und sicherten sich mit diesem Sieg den Klassenerhalt. Zur Pause führten die dominanten Oberländer durch einen Treffer von Tascione erst 1:0. In der zweiten Hälfte aber gelangen dem Heimteam acht weitere Tore, eines davon jedoch ins falsche Gehäuse.

Dübendorf 2 – Herrliberg 2 1:2
Ein spätes Gegentor wurde dem FC Dübendorf 2 zuhause gegen die Herrliberger Reserven zum Verhängnis. Zwei Minuten vor dem Ende kassierten die Glattaler das 1:2. Dabei schien für die Mannschaft von Trainer Michele Calleri vorerst alles nach Plan zu verlaufen. Schon in der dritten Minute eröffnete Lavdim Krasniqi das Skore für das Heimteam. Doch dem Gastgeber gelang es nicht, nachzulegen. Das rächte sich. Genau eine halbe Stunde nach dem Führungstreffer kassierten die Dübendorfer den 1:1-Ausgleich. Später folgte gar noch der K.O.-Schlag. 

Neftenbach – Effretikon 4:1
Nach zuletzt zwei Siegen musste in der Gruppe 4 der FC Effretikon das Feld wieder einmal als Verlierer verlassen. Er unterlag in Neftenbach dem mit deutlich mehr Siegeswillen angetretenen Heimklub 1:4. «Neftenbach hat verdient gewonnen», sagte Flakon Halimi, stellte allerdings die Höhe der Niederlage in Frage. Der FCE-Trainer musste sich in der zweiten Hälfte und beim Stand von 1:3 mangels Ergänzungsspielern selber einwechseln. Das einzige Effretiker Tor – es war das 1:1 – gelang Adrian Lemm in der 23. Minute.

Pfäffikon – Wetzikon 2 1:0
Der in der Gruppe 6 auf dem zweiten Platz klassierte FC Pfäffikon hat seine Pflicht gegen die Wetziker Reserven erfüllt. Den Pfäffikern reichte ein Tor dafür – ein frühes dazu. Schon vor Ablauf der Startviertelstunde gelang Dominik Buchs das 1:0, das sich letztlich als Siegtor herausstellen sollte.

Fehraltorf – Oetwil a. S. 4:0
Das Heimteam erspielte sich von Beginn weg gute Chancen und ging schon nach sechs Minuten in Führung. Nach einem beherzten Sololauf von Romano verwertete Tadese den von Da Costa abgewehrten Ball im Nachschuss. Das Heimteam blieb spielbestimmend.  Nach 28 Minuten erhöhte Tadese auf 2:0. Kurz darauf überlief derselbe Spieler die Verteidigung auf der linken Seite. Seinen Rückpass brauchte Cunha nur noch einzuschieben – es war Cunhas erstes Tor im ersten Spiel für den FCF. Noch vor der Pause erhöhte Kienast zum 4:0. Dabei blieb es.

Herrliberg – Fällanden 3:2
Die ohne ihren Topskorer Lubomir Baran angetretenen Fällander handelten sich in Herrliberg schon vor der Pause ein Zweitore-Defizit ein. Sie machten dieses zwar dank eines Doppelschlages von Madeira und Vaz (67./69.) wett, kassierten aber acht Minuten vor Schluss das entscheidende Gegentor und blieben deswegen ohne Punktgewinn.

Wald – Küsnacht 2 5:1
Der FC Wald entschied die Partie gegen die Küsnachter Reserven schon innerhalb der ersten halben Stunde. Dank zwei Toren von Stefan Juric und je einem von Boris Juric sowie Liechti führte der Gastgeber beruhigend 4:0. Zwar trafen die Gäste kurz vor der Pause ein erstes Mal, Marcon stellte den alten Abstand aber schnell wieder her. (zo)

 

 

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