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Gewichtheben ist nichts für dicke Leute

In Pfäffikon fand erstmals seit vielen Jahren wieder eine offizielle Ligarunde im olympischen Gewichtheben in der Region statt. Die Vereinigung Zürcher Gewichtheber mit Präsident Felix Egli will den Sport langfristig fördern.

Florian Grob liess in Pfäffikon auch nicht locker. (Foto: PD), Francesco Mogavero schaffte in Pfäffikon sogenannte 98 kg «Clean and Jerk». (Foto: PD), Auch Florence Sidler stemmte viel Gewicht in die Höhe. (Foto: PD), Mit ganzer Kraft: Gustav Gustavsson bei der Ligarunde in Pfäffikon. (Foto: PD), Felix Egli ist der Präsident der Vereinigung der Zürcher Gewichtheber (Foto: crossfitzuerioberland.com)

Gewichtheben ist nichts für dicke Leute

Das Gewichtheben gehört zu den traditionellsten Sportarten überhaupt im olympischen Programm. Und doch kennt man das Reissen und Stossen mit der Langhantel in der Schweiz zumeist nur aus TV-Übertragungen auf Sportkanälen. Bereits 34 Jahre ist es nämlich mittlerweile her, seit mit Daniel Tschan letztmals ein Schweizer Gewichtheber an Olympischen Spielen teilgenommen hat.

Dazu passt, dass seit langer Zeit kein Wettkampf mehr im Raum Zürich stattfand – bis letzten Samstag, als in Pfäffikon eine offizielle Ligarunde stattfand. Organisiert wurde sie von der vor zwei Jahren ebenso in Pfäffikon gegründeten Vereinigung Zürcher Gewichtheber.

Felix Egli, wie haben sie als Präsident der Vereinigung Zürcher Gewichtheber die Wettkampf-Premiere erlebt?
Felix Egli: Es war super. Wir haben viel positives Feedback erhalten. Und einige Teilnehmer haben neue Bestleistungen erzielt.

Wieviele waren denn dabei?
Rund 60 Athleten aus den verschiedensten Altersstufen. Auch die Frauen traten in zwei verschiedenen Ligen gegeneinander an. Die jüngsten Teilnehmer waren 14 Jahre alt. Sowieso sind die Athletenzahlen in den Ligen enorm gestiegen.

Wie kamen sie überhaupt dazu eine Gewichtheber-Vereinigung in der Region zu gründen?
Als Inhaber von Crossfit Züri Oberland bin ich aufs olympische Gewichtheben gestossen und habe darauf eine Anfrage vom Gewichtheber Club beider Basel erhalten, ob ich bei ihnen «mitlupfen» will. Ich habe dann noch weitere Leute, die bei uns trainieren, dahin geholt. Aber mit der Zeit haben wir uns gesagt, es kann doch nicht sein, dass es im ganzen Kanton Zürich keinen Verein gibt. Denn wir wollten den Sport unbedingt in unserer Region fördern.

Und ihre Idee fand Anklang?
Sehr. Es hat sich schnell herumgesprochen. Wir haben regen Zuwachs und mittlerweile rund 30 Mitglieder.

Der Begriff Crossfit ist bereits gefallen. Wie ist der Hype um diese Trendsportart entstanden?
Crossfit hat seit Anfang der Nuller-Jahre immer mehr Anhänger gefunden – auch in der Schweiz.

Weshalb?
Es ist sehr abwechslungsreich. Man hat Gewichte, Eigenkörperübungen, Turnen, Ausdauer. Das ergibt eine sehr schöne Mischung. Und der Sport wird in der Gruppe betrieben. Es ist eine gute Basis um den inneren Schweinehund zu überwinden, anstatt sich alleine im Fitnesscenter abzumühen.

Welche Rolle spielt das Gewichtheben?
Es ist ein Teil des Crossfits, wo man etwas spezifischer trainiert. Viele Leute schätzen das Trainieren mit den Gewichten – weil es eben ein athletischer Sport ist. Und nicht für dicke Leute, die  einfach möglichst viel Gewicht stemmen. Das ist überhaupt nicht so im olympischen Gewichtheben.

Was sind ihre nächsten Ziele mit der Vereinigung Zürcher Gewichtheber?
Wir haben im Juni noch die letzte Ligarunde. Es gibt insgesamt vier Durchgänge, bis auf jeder Stufe der Meister gekrönt wird. Und im September stehen dann noch die Schweizer Elite-Meisterschaften auf dem Programm.

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