UHC Uster wird im Norden fündig
Der UHC Uster hat zwei seiner wichtigsten Posten mit Finnen besetzt. Der NLA-Klub nahm anstellte des in sein Heimatland zurückgekehrten schwedischen Stürmers Oskar Henriksson den Allrounder Kaapo Savinainen unter Vertrag. Zudem verpflichtete er als neuen Trainer Savinainens Landsmann Mika Heinonen.
Der 41-jährige Sportlehrer ersetzt Simon Meier, der den UHC Uster in der letzten Saison und erstmals überhaupt in der höchsten Liga in die Playoffs führte. Der Profitrainer löste seinen eigentlich noch ein Jahr weiterlaufenden Vertrag aber vorzeitig auf.
«Aktives Unihockey spielen»
Heinonen ist wie sein Vorgänger Meier in einem Teilpensum (rund 50 Prozent) beim Klub angestellt – primär als NLA-Cheftrainer. Weitere Aufgaben innerhalb des Vereins sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant.
«Wir haben jemanden gesucht, der den eingeschlagenen Weg weiterführt, also aktives Unihockey spielen lässt», sagt Sportchef Thomas Schwarz zur Verpflichtung von Heinonen. «Bei unserer Suche haben wir Wert darauf gelegt, dass der Trainer ein guter Ausbildner und Kommunikator sowie ein aktiver Coach ist.»
Zeit für eine Veränderung
Der vorerst für ein Jahr (plus Option auf ein zweites) unter Vertrag genommene Heinonen weist reichlich Erfahrung als Trainer und Spieler auf. Er kam einst auch zu zwei Einsätzen für die finnische Nationalmannschaft. Zuletzt war Heinonen drei Jahre lang Cheftrainer beim M-Team aus Helsinki.
Das M-Team, 1996 aus der Fusion von zwei Klubs entstanden, gilt als Liftmannschaft. Nach zuvor zwei Saisons in der höchsten finnischen Liga spielte es unter Heinonen in der Saison 2017/18 in der zweithöchsten Spielklasse, verpasste allerdings den anvisierten Wiederaufstieg.
Nach mehr als 20 Jahren im finnischen Unihockey suchte der Nordländer eine neue Herausforderung. Er freue sich auf die etwas andere Spielweise in der Schweiz, so Heinonen, der sagt, er wolle «im physischen Bereich» mehr aus der Ustermer Mannschaft herausholen.
Heinonens Vertrag läuft ab dem 1. August. Zu diesem Zeitpunkt wird der neue Trainer, der nur Grundkenntnisse der deutschen Sprache hat und zu Beginn seiner Tätigkeit auf Englisch setzen wird, mit seiner Familie in die Schweiz ziehen.
Der Traum des Polyvalenten
Uster betritt mit der Verpflichtung eines ausländischen Trainers übrigens kein Neuland. Den Anfang machte 2009 der Schwede Tomas Eriksson, in der Saison 2013/14 führte dann der Lette Andris Pilups das Ustermer Fanionteam.
Während Heinonen zukünftig den Ustermer Kurs von hinter der Bande aus steuert, soll sein Landsmann Kaapo Savinainen auf dem Feld eine tragende Rolle übernehmen. Der 26-Jährige stösst vom finnischen Vizemeister Happee zum UHC Uster. Seine Aufgabe: in der jungen Mannschaft für Stabilität sorgen.
Der 1,80 m grosse Linksausleger kann sowohl als Center als auch als Verteidiger eingesetzt werden. In den vergangenen zwei Saisons gelangen Savinainen für Happee insgesamt 38 Punkte.
Der Finne sagt, einmal in der Schweiz spielen zu können, sei immer ein Traum von ihm gewesen. Savinainen sieht viel Potenzial beim UHC Uster, der diesen Frühling nach zwölf vergeblichen Anläufen erstmals den Sprung in die Top 8 der NLA schaffte. Gegen den späteren Finalisten SV Wiler-Ersigen blieben die Ustermer in den Playoff-Viertelfinals allerdings ohne Erfolgserlebnis. Sie schieden mit 0:4 aus.
