Später Dübendorfer Jubel
Die Ausgangslage war enorm delikat. Ein Churer Auswärtssieg hätte dafür gesorgt, dass Interregio-Klub FC Dübendorf das Abstiegsgespenst endgültig im Zelgli hätte begrüssen müssen. Ein knapper 1:0-Heimerfolg dank einem Tor von Diego Beerle in der Schlussphase jedoch sorgt für einige Entlastung bei den Glattalern und eine komfortablere Situation am Strich.
Fünf Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung des FCD auf den ersten Abstiegsplatz – auf diesem liegt der gestrige Gegner Chur – sechs Punkte.
Im Fussball wird oft darüber diskutiert, wie verdient oder unverdient ein Sieg ist. Sicher ist: Die Dübendorfer waren mit dem 1:0 gut bedient.
Das Fazit von Dübendorf-Trainer Marcel Erismann fiel denn auch kurz aus. Er sagte: «Die Mannschaft mit dem grösseren Siegeswillen hat gewonnen.»
Chur vergibt, Dübendorf trifft
Die Bündner begannen druckvoll und waren über die gesamte Partie dominanter als das Heimteam. In der ersten Hälfte hätte sich Dübendorf nicht über einen Rückstand beklagen können. Oft griff ein Abwehrspieler oder Torhüter Ursprung entscheidend ein – einmal rettete gar der Innenpfosten. Mit etwas Glück konnten die Dübendorfer das torlose Remis in die Pause retten.
Das Heimteam reagierte in der zweiten Hälfte. Und kam zu einer Riesenchance durch Marjanovic, der von Angliker lanciert worden war. Danach verpasste auch Nielsen das 1:0 mit seiner Direktabnahme.
Ausser eines misslungenen Lupfers und einer wirren Situation nach einem Flankenball wurde es im Dübendorfer Strafraum selten gefährlich.
Bis in die Schlussphase hinein. Rund fünf Minuten vor dem Ende hätte ein Churer nach einem Querpass den Ball nur noch einschieben müssen, vergab die Chance aber. Praktisch im Gegenzug sorgten die drei Dübendorfer Einwechselspieler für die Entscheidung.
Adriano Pergolis lancierte Raffael Cellana, dieser liess daraufhin seinen Gegenspieler stehen und legte für den im Rückraum lauernden Beerle auf, der zum 1:0 vollendete. (adr)
