Die Weltcup-Saison ist zwar bereits seit Mitte März fertig, Gilles Roulin aber verlängerte seinen Rennwinter freiwillig. An vier verschiedenen nationalen Meisterschaften (Slowenien, Deutschland, Österreich, Schweiz) startete er danach noch, streute zudem ein Fis-Rennen ein.
Primär, um weitere Riesenslaloms zu fahren, da er zuvor nicht so häufig dazu gekommen war. «Es war mir wichtig, das noch zu tun», sagt der Grüninger, der mittelfristig in der Basisdisziplin den Anschluss an die Weltspitze schaffen will.
Die Extraschlaufe nach dem Weltcup-Ende passt zu ihm, dem akribischen und fleissigen Arbeiter, der eher dazu neigt, zu viel zu tun. Sicher läuft er nicht Gefahr, sich zu früh zurückzulehnen.
Seit Montag ist aber auch für den Oberländer die Saison endgültig vorbei. Sie endete, wie sie im Herbst beim Weltcup-Auftakt in Sölden begonnen hatte – mit einem wegen Wind abgesagten Rennen.
Dass die Riesenslalom-SM ausfiel, nahm Roulin mit einem Schulterzucken hin. Denn er hatte schon nach der Super-G-SM am Freitag vor einer Woche und seinem 11. Platz realisiert – jetzt ist der Tank leer.

