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Gymnastinnen mit Handgeräten

Am Wochenende findet in Wetzikon ein Qualifikationswettkampf für die Schweizer Meisterschaften statt. Auch einige regionale Gymnastinnnen stehen im Fokus.

Jessica Roedel, hier bei einer Ball-Darbietung, gehört zu den Wetziker Regionalkader-Turnerinnen. (Archivfoto: Markus A. Jegerlehner)

Gymnastinnen mit Handgeräten

Seit mittlerweile 33 Jahren hat man sich bei der Damenriege Wetzikon der Rhythmischen Gymnastik verschrieben. Doch während sich die Turnerinnen in der Anfangszeit vor allem mit der regionalen Konkurrenz massen, wird der Sport heute nur noch als Spitzensport betrieben.

«Ganz oder gar nicht», bestätigt Julia Fischer. «Der Aufwand ist von Beginn weg gross. Man muss viel Zeit investieren, um mithalten zu können.» Fischer ist eine von fünf Hauptleiterinnen der RG und Gymnastik Wetzikon. Ebenso amtet sie als OK-Präsidentin für den am Wochenende in der Turnhalle Egg stattfindenden Qualifikationswettkampf für die Schweizer Meisterschaften im Mai in Biasca.

Den Sport fördern und stärken

Zuletzt hatte der Verein vor sechs Jahren einen solchen Anlass veranstaltet. «Wir wollen damit die Rhythmische Gymnastik als Verein fördern und stärken», nennt Fischer einen Grund für die Organisation des Grossanlasses.

Bereits seit 1984 ist Rhythmische Sportgymnastik olympisch. Bei der Premiere sogleich mit dabei waren in den Einzelwettbewerben auch zwei Schweizer Turnerinnen. Es blieb bis heute das einzige Mal. Eine Konsequenz davon: Beim nationalen Verband wurde der Fokus mittlerweile längst auf die Gruppe gelegt.

Rhythmische Gymnastik näher vorgestellt. (Quelle: Youtube)

In Wetzikon ist aber natürlich die ganze Spannweite zu sehen. 55 Einzelgymnastinnen und 26 Gruppen im Alter von 12 bis 19 Jahren sind gemeldet.

OK-Präsidentin Fischer freut sich auf die «anspruchsvollen und kreativen Übungen der Gymnastinnen», die von individuell ausgewählter Musik begleitet werden. «Das Komplexe an unserem Sport ist es, die vielen Dinge gleichzeitig auszuführen», sagt sie.

Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten sind dabei die Grundvoraussetzungen für die Darbietungen mit Seil, Band, Keulen, Reif oder Ball auf dem Bodenviereck. Auf spielerische Weise werden Pirouetten gedreht, Spagatsprünge ausgeführt und Gleichgewichtsübungen vollbracht. Der Sport hat etwas Tänzerisches.

«Das Komplexe an unserem Sport ist es, die vielen Dinge gleichzeitig auszuführen.»

Julia Fischer, OK-Präsidentin und Hauptleiterin RG Wetzikon

Anfängerinnen beginnen zunächst ohne Hilfsmittel, ehe als erste Geräte der Ball und das Seil dazukommen. Als attraktivstes, aber auch schwierigstes Handgerät nennt Fischer das Band. «Wegen seiner Länge von fünf bis sechs Metern – je nach Alterskategorie. Da ist viel Technik gefragt», sagt sie.

Nationalkader-Athletin vor Ort

Das höchste Leistungsniveau ist in den Kategorien Juniorinnen P5 und Seniorinnen P6 zu sehen. Zur letzten Kategorie wechselt man bereits mit 16 Jahren. Aus regionaler Sicht dürften in Wetzikon insbesondere die Auftritte von Seraina Dobmann (P5) interessieren. Eine weitere Regionalkader-Turnerin des Vereins, Jessica Roedel, fehlt hingegen aus gesundheitlichen Gründen.

Nicht im Einsatz steht auch Tamara Stanisic, das eigentliche Aushängeschild des TV Wetzikon. Die Nationalkader-Turnerin wird aber am Samstagnachmittag die Qualifikationswettkämpfe live verfolgen und im Anschluss die Medaillen überreichen. «Tamaras Besuch wird die Mädchen besonders freuen und motivieren», sagt Fischer.

Programm
Samstag:
13.45 Uhr: Seniorinnen P6 (Keulen + Ball)
14.45 Uhr: Juniorinnen P5 (Reif + Keulen)
16.40 Uhr: Juniorinnen P4 (Band + Ball)
18.20 Uhr: Gruppen G3 + G4, 2. Durchgang
Sonntag:
9 Uhr: Juniorinnen P4 (Reif + Keulen)
10.40 Uhr: Juniorinnen P5 (Band + Ball)
13.20 Uhr: Seniorinnen P6 (Reif + Gruppen G), 1. Durchgang
14.35 Uhr: Seniorinnen P6 (Band + Gruppen G1), 2. Durchgang

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