Kost im Goldrausch
Jérémy Desplanches sorgte am letzten Tag in Genf über 200 m Lagen für die beste Leistung dieser Schweizer Meisterschaften. Der in Nizza trainierende Desplanches brillierte in seiner Paradedisziplin aus dem Training heraus und ohne spezielle Wettkampfvorbereitung. Der 23-jährige Genfer schlug in 1:58,66 Minuten an. Damit verlor er weniger als zwei Sekunden auf seine auch im internationalen Vergleich starke Bestleistung vom Sommer 2017.
Die Delegation von Swiss Swimming für die EM in Glasgow (3. bis 9. August) umfasst derweil acht Frauen und sieben Männer. Vor den Schweizer Meisterschaften hatte mit Desplanches, Yannick Käser, Nils Liess und Maria Ugolkova vom SC Uster-Wallisellen ein Quartett die EM-Teilnahme bereits auf sicher.
In Genf unterboten acht weitere Schwimmerinnen und Schwimmer die geforderte Norm, darunter die SCUW-Athletinnen Nina Kost, Sara Staudinger und Svenja Stoffel. Zudem werden zur Ergänzung der drei qualifizierten Frauen-Staffeln Noémi Girardet, Leonie Richter und Sasha Touretski (SCUW) selektioniert.
Die Nummer 1 – wie üblich
Erfolgreichste Athletin der Wettkämpfe im Hallenbad Les Vernets war Nina Kost mit sieben Titelgewinnen. Die bald 23-jährige Doppelbürgerin, die für Deutschland schon an Grossanlässen teilgenommen hat und bald für die Schweiz an den Start gehen wird, triumphierte in vier Einzel-Disziplinen und gewann mit dem SC Uster-Wallisellen sämtliche drei Staffel-Wettbewerbe.
Neben Kost sorgte auch der erst 15-jährige Antonio Djakovic für Aufsehen. Der SCUW-Athlet reiste mit vier Goldmedaillen nach Hause und qualifizierte sich zudem für die Junioren-EM in Finnland.
Wie üblich war der SCUW an der SM der erfolgreichste Verein. Er sicherte sich 37 Medaillen – mehr als doppelt so viele wie der nächstfolgende Klub, die Limmat Sharks Zürich. (sda/zo)
