Von Weisheiten und Erfolgsformeln
«Wenn er das Tor getroffen hätte, wäre der Ball drin gewesen, aber er hat vorbei geschossen», meinte schon der bekannte deutsche Trainer Otto Rehhagel. Er könnte auch sagen: «Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.» Es ist eine Weisheit von Mario Basler, und notabene ein ehemaliger Spieler von Rehhagel.
So oder so: Auch Rütis Trainer Shaip Krasniqi hat eine einfache Erklärung, weshalb gerade die Duelle gegen Dübendorf in der Interregio und im Cup verloren gingen – wegen der Chancenverwertung.
Zuletzt fast vier Tore im Schnitt
Nur: Wirft man einen Blick auf den Saisonverlauf der Oberländer spricht nicht mehr viel für den FCD. Fast vier Tore im Schnitt erzielten die Rütner in den letzten neun Partien. Dazu passt: Die letzten fünf Meisterschaftsspiele wurden gewonnen. Entsprechend offensiv äussert sich FCR-Coach Krasniqi: «Wenn wir so weiterfahren, bleiben die Punkte bei uns.»
Hält der FC Rüti diese Konstanz tatsächlich weiter aufrecht, könnte er sogar noch eine Rolle im Aufstiegsrennen der Gruppe 6 spielen. Davon will Krasnqi aber dann doch nichts wissen nd spricht von einem Top-5-Platz als Minimalziel. «Wir möchten es einfach den Topteams Linth und Freienbach so schwer wie möglich machen», sagt er.
Geschenke dürfen die Dübendorfer also nicht erwarten. Auch wenn Präsident Markus Herzog aufgrund der Resultate «von einem Gegner, der uns liegt» spricht.
Der Aufsteiger musste seit der Bekanntgabe des anstehenden Trainerwechsels von Marcel Erismann zu Luigi De Donno zwei Niederlagen einstecken. Die Glattaler sind noch immer im Mittelfeld klassiert – der Vorsprung auf den Abstiegsstrich beträgt jedoch nur vier Punkte. Sorgen macht sich FCD-Klubchef Herzog deshalb aber nicht. «Wir sind auch immer für eine Überraschung gut», ist er überzeugt.
Neuer Assistent bekannt
Fündig wurde derweil der künftige Coach De Donno bei der Suche nach dem passenden Assistenten an der Seite. Dieser heisst Sebastian Marda und kommt wie er selbst vom FC Unterstrass. Beim Stadtzürcher Quartierverein betreut er derzeit noch die in der 4. Liga spielende zweite Mannschaft.
Und der erst 27-Jährige hat sogar eine Vergangenheit auf dem Sportplatz Zelgli. Von 2010 bis 2012 hütete er das Tor der Dübendorfer. Für Herzog ist Marda aber nicht nur aufgrund seiner Vergangenheit im Klub ein Glücksfall. Er hat damit gleich einen Assistenz- und Goalietrainer auf einen Schlag.
