Hätte man aus Oberländer Sicht ein interessanteres Drehbuch schreiben können? Wohl kaum. Nicht nur, dass der NLB-Titel bei den Frauen zwischen Laupen und den Floorball Riders ausgespielt wurde, zwei Teams aus der Region. Die Entscheidung fiel in der Best-of-3-Serie auch erst im dritten Finalspiel. Und da ganz am Ende.
Zwei Minuten vor Schluss lagen die Laupnerinnen gegen ihren Lokalrivalen zuhause vor über 400 Fans noch immer 2:3 zurück, nachdem sie zuvor schnell 0:2 in Rückstand geraten waren. Die Riders, einige Zeit und bis zum Abstieg 2015 in der höchsten Liga zuhause, schnupperten am NLB-Titel.
Da spielte Laupens-Trainer Yves Kempf die letzte Karte, die in seiner Hand verblieben war. Er ersetzte seine Torhüterin durch eine zusätzliche Feldspielerin und beorderte die Powerplay-Formation aufs Feld.
Tatsächlich: Nach 59:02 Minuten versenkte Andrea Wildermuth einen Weitschuss – 3:3. Damit aber nicht genug. Vier Sekunden vor Schluss traf Yara Hofmann zum 4:3.
Die Welt in der Sporthalle Elba war danach zweitgeteilt – in überschwänglichen Jubel hier und masslose Enttäuschung da.

