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Vikings kalt geduscht

Jetzt dürfen sich die Dürnten Vikings keinen Fehltritt mehr leisten: Der Oberländer Zweitligist hat auch das zweite Finalspiel vor über 1000 Zuschauern auswärts gegen Rheintal 1:8 verloren. In der Best-of-5-Serie liegt er nun 0:2 im Rückstand.

Kein Durchkommen für den Dürntner Michel Kunz (vorne). (Foto: Robert Pfiffner)

Vikings kalt geduscht

Die Aufgabe bleibt für den Zweitligisten EHC Dürnten Vikings im Prinzip auch nach dem zweiten Finalspiel noch immer gleich. Wollen die Dürntner den dritten Regionalmeistertitel Ostschweiz innerhalb von vier Jahren gewinnen, brauchen sie gegen den SC Rheintal insgesamt drei Siege.

Nur: Die Anforderungen an das Team des Trainerduos Claudio Petrini und Christian Thiemeyer sind nochmals erheblich gestiegen. Nachdem die Dürntner am Dienstag zuhause in Bäretswil trotz einem guten Auftritt mit einer Niederlage in die Best-of-5-Serie gestartet waren, verloren sie zwei Tage später erneut. Vor 1157 Zuschauern mussten sich die Oberländer am Donnerstag in Widnau nach einem hochstehenden Zweitliga-Spiel  klar 1:8 geschlagen geben.

Die Partie war dabei nicht so einseitig, wie man das aufgrund des Resultates annehmen könnte. Zur ersten Pause lagen die Dürntner aber bereits vorentscheidend 0:4 zurück. Sie kämpften jedoch unverdrossen weiter, versuchten mit allen Mitteln, Boden gut zu machen, boten dabei natürlich auch Raum für Konter.

Das Heimteam schlug –angetrieben vom Heimpublikum – ein hohes Tempo an und schloss seine Angriffe zielstrebig ab. Grossen Anteil am verdienten Erfolg hatten einmal mehr die Gebrüder Manuel und Damian Holenstein sowie Adrian Ströhle. Letzterer traf doppelt und steuerte zwei Assists bei, Damian Holenstein (1 Tor/3 Assists) kam ebenfalls auf vier Skorerpunkte .

Ein veritabler Fehlstart

«Wenn wir einen guten Tag haben, dann lupfen wir sie», hatte Vikings-Trainer Petrini nach der Auftaktniederlage optimistisch Richtung Spiel zwei geblickt. Die Hoffnung, die Serie mit einem Auswärtssieg ausgleichen zu können, erhielt allerdings schnell einen argen Dämpfer. Den Vikings missriet der Start, schon nach 58 Sekunden wurden sie eiskalt geduscht.

Und spätestens nach dem dritten Gegentreffer in der 12. Minute waren sie in arger Schieflage. Besonders bitter für die Dürntner – das 0:3 kassierten sie in Überzahl.

Die Rheintaler waren das bessere und auch cleverere Team. Es war allerdings nicht so, dass die Vikings nicht zu Chancen gekommen wären. Schon im Startdrittel lief dreimal ein Dürntner alleine auf Rheintal-Goalie Metzler zu – ohne Erfolg.

Zu Beginn des Mitteldrittels brachte Loris Voneschen mit seinem Powerplaytor den Vikings zumindest ein Erfolgserlebnis. Es sollte das letzte bleiben. Kam hinzu: Beeindruckt zeigte sich das Heimteam nicht. Knapp zwei Minuten später schlug es ein fünftes Mal zu und liess sich danach nicht mehr aufhalten.

Nater bekommt, was er forderte

Wollen die Dürntner die Finalserie über den Samstag und Spiel drei hinaus verlängern, brauchen sie einen Exploit. Dafür ist aber unabdingbar, dass sie von Beginn weg wach sind. Ebenfalls gut wäre für sie, könnten sie im dritten Spiel vorlegen – und zwar mehr als nur ein Tor.

Schwierig wird es gegen die Rheintaler in jedem Fall. Denn die machen derzeit genau das, was Trainer Roger Nater vor Beginn der Playoffs gefordert hatte: «Jetzt müssen wir liefern.»

Und sie stehen nicht nur einen Sieg vor dem Gewinn des Meistertitels, sondern halten auch ihre imposante Serie weiterhin am Leben. Egal ob Vorbereitung, Cup oder Meisterschaft – die «Luchse», wie sie sich nennen, haben diese Saison bisher ausschliesslich gewonnen. Mittlerweile stehen sie bei 38 Siegen – ihr wichtigster aber fehlt noch. (ome/ohm)

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