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«Dass ich aber Gold holte, war auch Glück»

Gleich drei Mitglieder des TV Grüningen qualifizierten sich für die Schweizer Meisterschaften im Rhönrad. Denise Herzig holte in ihrer Disziplin sogar Gold.

In ihrem Element: Denise Herzig ist nicht nur die Riegenleiterin beim TV Grüningen – sie holte sich auch noch im Geradeturnen den SM-Titel. (Foto: PD), Die SM-Teilnehmer des TV Grüningen auf einen Blick: Corinne Rusterholz (von links), Denise Herzig und Tatjana Fritsche. (Foto: PD)

«Dass ich aber Gold holte, war auch Glück»

Es erinnert ein wenig an Achterbahnfahren. Schwindelfrei sollte die Rhönrad-Turnerin also wohl sein. Aus zwei Reifen besteht das aussergewöhnliche Sportgerät – verbunden mit sechs Sprossen.
 

Rhönrad stellt sich vor. (Quelle: Youtube)
 

Mir hat es gleich den Ärmel reingezogen», erinnert sich Denise Herzig (31) an ihre Anfänge. Mittlerweile turnt die Hinwilerin seit 20 Jahre am Rhönrad. Und eben erst holte sie sich an den Schweizer Meisterschaften in Magglingen im Geradeturnen (Level 2) die Goldmedaille.

Dem nicht genug, überzeugten auch Herzigs Kolleginnen vom TV Grüningen in derselben Disziplin auf Level-1-Stufe. Corinne Rusterholz reichte es zu Platz 6, Tatjana Fritsche sogar für Rang 2. «Sie haben ebenso tolle Leistungen gebracht», sagt Herzig, die im Verein auch als Leiterin der Rhönrad-Riege agiert.

Denise Herzig, haben Sie mit SM-Gold gerechnet?
Denise Herzig: Nein, das ist eine schöne Überraschung. Eigentlich haben wir uns ja überhaupt nur wegen den Jungen für die SM-Qualifikation angemeldet. Wir wollten ihnen so als gutes Beispiel dienen.

Sie mussten sich sogar für die Schweizer Meisterschaften qualifizieren?
Ja, wir mussten drei Vorab-Wettkämpfe bestreiten. Nur die besten sechs Turnerinnen pro Kategorie kommen an die SM. Und dann haben es Tatjana und ich immer aufs Podest geschafft. Wir haben uns dann schon etwas erhofft. Dass ich aber Gold holte, war auch Glück.

Was sind die Grundlagen?
Koordination und ein Mass an Körpergefühl, da das in Bewegung halten auch mit Gewichtsverlagerung zu tun hat. Dazu ist Beweglichkeit gefordert. Es ist eigentlich ähnlich wie beim Geräteturnen.

Da ist wohl Beharrlichkeit gefragt?
Man muss schon dranbleiben, wenn man etwas erreichen will. Wir animieren deshalb unsere  Kinder in der Riege, wirklich mit Grundelementen zu beginnen, und diese laufend zu erweitern und schwieriger zu turnen.

Wie steht es denn um den Nachwuchs im TV Grüningen?
Es kommen immer wieder Kleine nach. Leider hören die Jugendlichen aber auch oft auf, wenn sie in die Lehre kommen. Für die nächste Saison wäre es schön, wenn sich auch Kinder aus unserer Sektion für die Schweizer Meisterschaften qualifizieren würden.

Rhönrad-Disziplinen

Geradeturnen. Beim Geradeturnen rollt das Rhönrad auf beiden Reifen. Durch Verlagerung des Körperschwerpunktes wird das Rhönrad bewegt. Bei einer Kür werden Elemente und Übungen aus einem vorgeschriebenen Schwierigkeitsteilekatalog aneinandergereiht. Aktive turnen ihre Kür zu Musik.

Spirale. Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rad auf einem Reifen. Eine Kür besteht aus Übungen in der grossen Spirale (Neigungswinkel 60 Grad) und mindestens zwei Übungen in der kleinen Spirale (Neigungswinkel 30 Grad).

Sprung. Um einen Sprung zu vollführen, versetzt die Turnerin das Rad in Schwung und springt mit Anlauf auf das Rad. Wenn sie am höchsten Punkt steht, springt sie mit einem Strecksprung/Salto auf die Landematte.

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