Erismann muss gehen – De Donno übernimmt in Dübendorf
Sportlich ist der FC Dübendorf auf Kurs. Er hat sich nach dem Aufstieg gut in der 2. Liga interregional akklimatisiert. Der jüngste Beleg ist der 2:0-Erfolg bei den Reserven des FC Schaffhausen. Damit sind die Glattaler nach 14 Partien als Tabellensiebter im breiten Mittelfeld der Gruppe 6 klassiert.
Für Trainer Marcel Erismann ist aber ungeachtet davon im Juni Schluss. Sein Vertrag wird nach dreijährigem Schaffen nicht verlängert. «Es war eine gute Zeit. Doch wir wollen jetzt etwas Neues ausprobieren», sagt FCD-Präsident Markus Herzog.
Sechs Jahre Spieler beim FCD
Der Neue ist mit Luigi «Gigi» De Donno eigentlich ein Altbekannter. Von 2007 bis 2013 war er als Spieler auf dem Zelgli, und in dieser Zeitspanne ein wichtiger Baustein beim Wiederaufstieg in die 2. Liga. Später sammelte De Donno die ersten Erfahrungen als spielender Co-Trainer in Bassersdorf.
Vor allem ist er aber seit 2015 erfolgreicher Trainer bei Unterstrass. De Donno hat die Stadtzürcher sogleich zurück in die 2. Liga geführt und dort etabliert. In der Gruppe 2, der auch Uster, Greifensee, Gossau und Wetzikon angehören, zählen sie zu den positiven Überraschungen überhaupt. Viel mehr ist für De Donno beim beschaulichen Quartierklub auch nicht mehr herauszuholen. Der 35-Jährige will deshalb aus der Komfortzone bei Unterstrass raus und sagt: «In Dübendorf stimmt das Gesamtpaket. Ich fühle mich bereit für den nächsten Schritt.»
Viel Gutes gehört
Auch FCD-Präsident Herzog verfolgte natürlich das Schaffen von De Donno. «Ich habe ihn immer wieder beobachtet und mich umgehört», sagt Herzog. Und der FCD-Präsident hörte viel gutes, so dass er De Donno in diesem Winter ein erstes Mal kontaktierte – und ihn nun am Montagabend dem Team als künftigen Trainer vorstellte. «Gigi war die Nummer eins unter den möglichen Kandidaten», betont er.
Der frühere Challenge-League-Fussballer (Wil, YF Juventus) soll in Dübendorf einen «frischen Wind» reinbringen und das Team weiter entwickeln. Laut Herzog bleiben rund 90 Prozent des Teams zusammen. Einigen Spielern wird es sportlich nicht mehr reichen. Noch nicht definiert sind die Positionen des Assistenz- und Goalie-Trainers.
Kein Groll bei Erismann
Gar keinen Groll über den Entscheid der Dübendorfer Klubspitze hegt derweil der scheidende Erismann. «Ich habe das Team als Abstiegskandidaten in der 2. Liga übernommen, und es in die Interregio geführt. Für mich stimmt der Zeitpunkt», sagt er. Erismann will in der verbleibenden Zeit einfach «eine tadellose Visitenkarte abgeben». So wie er es immer gemacht habe, wie der 49-Jährige betont.
