Ein Warnschuss für den FC Uster
Es liest sich gut. Mit Uster, Gossau und Greifensee befinden sich gleich drei der vier regionalen Klubs in der Zweitliga-Gruppe 2 mitten im Spitzenfeld.
Wohin es im Frühling gehen soll ist insbesondere im Falle des FC Uster klar – zurück in die 2. Liga interregional. «Bei sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten kann man nicht tiefstapeln», sagt selbst Trainer Fabio Digenti. Und dieser erster Verfolger ist wieder einmal der FC Phönix Seen, der in den letzten Jahren regelmässig im Verlaufe des Frühlings entscheidende Punkte einbüsste – so auch in der letzten Saison, als sich Dübendorf frühzeitig als Aufsteiger feiern lassen konnte.
Zu viele Gegentore
Vor dem Start gegen Veltheim ist Digenti zufrieden mit der Vorbereitung – in der auch das Verhalten in der Defensive zu den Schwerpunkten zählte. «Wir haben in der Vorrunde zu viele Gegentore erhalten», sagt der 35-Jährige.
Da scheint mit Blick auf das 0:10 in der Testpartie gegen Rüti noch immer einiges brach zu liegen. Doch Digenti gewinnt selbst der Kanterniederlage Positives ab. «Sie kam zu einem guten Zeitpunkt kurz vor dem Trainingslager», findet er. Es war ein Warnschuss für die Spieler.
Suarez fällt lange au
Mit Adriano Toma (Pause) und Ruben Suarez haben die Ustermer aber auch zwei Stammkräfte verloren. Letzterer erlitt in einem Vorbereitungsspiel einen Kreuzbandriss. Für den Youngster fand das Trainer-Gespann Digenti/Kluser mit Patriot Rexhaj allerdings kurzfristig noch valablen Ersatz an ihrer alten Wirkungsstätte Rümlang.
Daneben dürfte Oscar Barreiro im Verlaufe des Frühlings sein Comeback beim FCU nach einer längerer Verletzungspause geben.
Die gute Arbeit weiterführen
Ganz unbeschwert konnte Antonio Limata, der neue Trainer des FC Gossau, aufgrund der guten Ausgangslage sein Amt antreten. Er wurde Ende Dezember zum Nachfolger des zum Interregio-Klubs Uzwil weitergezogenen Sokol Maliqi bestimmt. «Ich will die gute Arbeit meines Vorgängers weiterführen. Auch wenn es nicht einfach ist Platz 3 zu halten», sagt Limata, der in der Vorrunde noch den Viertligisten Virtus Badolato betreute.
Die Vorbereitungszeit bezeichnet der 47-Jährige als eigentlichen Steigerungslauf. Insbesondere das Trainingslager auf Teneriffa, wo die Gossauer noch bis am letzten Sonntag weilten, sei ein voller Erfolg gewesen.
Einsilbig gibt sich Limata hingegen bezüglich dem Fussball, den der FCG unter ihm praktizieren soll. «Zum System sage ich nichts», sagt er. Und der neue Coach nennt auch weder die Akteure auf die er in diesem Frühling wegen der Rekrutenschule verzichten muss namentlich, noch seine Leistungsträger auf dem Platz. «Jeder Spieler ist wichtig», ist seine Antwort, als wäre es ein wohlbehütetes Geheimnis. Dabei blieb das Kader der Gossauer – die zu Beginn im Verfolgerduell auf Phönix Seen treffen – nahezu unverändert.
Wie gewohnt ruhig blieb es in Greifensee. Das Team von Felix Bollmann überwinterte bereits in der letzten Saison auf dem vierten Rang, brach damals aber gänzlich ein. Die Rückrunde, die mit der Partie gegen Rümlang startet, wird so auch zu einer Art Reifeprüfung.
Gossau. Zuzüge: keine. – Abgänge: Sokol Maliqi (Trainer Uzwil), Gabriel Martins (?), Ilir Sabani (Fehraltorf).
Greifensee. Zuzüge: keine. – Abgänge: keine.
Uster. Zuzüge: Patriot Rexhaj (Rümlang), Adam Durowicz (Pfäffikon). – Abgänge: Adriano Toma (Pause), Claudio Attademo (2. Mannschaft).
