Es ist ein aussergewöhnlicher Zeitpunkt. Nur wenige Tage vor dem Start in die zweite Meisterschaftshälfte ist Dino Pinnelli als Trainer beim Zweitligisten FC Wetzikon zurückgetreten. «Mein Abgang hat persönliche Gründe», sagt er.
Die Chefrolle übernommen hat der bisherige Assistent Andreas Häsler. Für ihn war sogleich klar, dass er mit der Rückendeckung des Teams die Aufgabe anpacken will. «Ich bin nicht der Typ, der einer solchen Situation aus dem Weg geht», stellt er klar. An Häslers Seite verbleibt auch Christian Jakob in der Position des Assistenten.
Für den scheidenden Pinnelli hingegen ist es ein Rückzug ganz ohne Groll, wie er mehrfach betont. Der 44-Jährige bekräftigt, die Mannschaft künftig auch als Zuschauer unterstützen zu wollen. «Ich werde bei jedem Spiel dabei sein. Und wenn mein Rat gefragt ist, stehe ich natürlich zur Verfügung», fügt er an.
«Es ist nicht Viertel vor Zwölf, sondern Viertel nach Zwölf.»
Christian Jakob, Assistenztrainer FC Wetzikon
Rein sportlich gab es aber tatsächlich Gründe für einen Wechsel in der Führung des Wetziker Zweitliga-Teams. Die Oberländer sind als Tabellenzweitletzter der Gruppe 2 vor dem Rückrundenauftakt gegen Schwamendingen in arger Rücklage. Nach einem ordentlichen Start (4 Spiele, 7 Punkte) gerieten sie ab Mitte September in eine eigentliche Krise – seit mittlerweile 12 Pflichtspielen ist der FCW schon ohne Sieg. Es droht damit der erneute Abstieg nach 2016. Eine Auslegeordnung gab es im Verein deshalb schon im November – allerdings ohne personelle Konsequenzen.

