Vikings nehmen einen Umweg
Ein Sieg fehlt dem EHC Dürnten Vikings noch, um in den Playoff-Final einzuziehen. Der Oberländer Zweitligist gewann auch das zweite Halbfinal-Duell gegen Luzern, er machte sich dabei das Leben allerdings selber schwer, weil er nach einem Vier-Tore-Vorsprung den Gegner zurück ins Spiel kommen liess.
Schliesslich setzten sich die Dürntner vor 350 Zuschauern in Luzern 6:5 nach Verlängerung durch.
«Wir haben die Luzerner ins Spiel zurückgebracht und uns somit fast um den Sieg», sagte Rico Schaffer, der für den verhinderten Trainer Claudio Petrini zusammen mit Christian Thiemeyer hinter der Bande stand. Schaffer war sich mit einem Blick auf die dritte Halbfinal-Partie aber sicher: «Das werden wir am Dienstag besser machen und die Saison der Innerschweizer beenden.»
Die Blockade nach dem 5:1
Kaum einer hätte in Spiel zwei der Best-of-5-Serie nach zwei Dritteln noch darauf gewettet, dass eine Verlängerung nötig sein würde. Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt, der 1:1 endete, zogen die Dürntner scheinbar vorentscheidend davon. Innert knapp zwei Minuten brachten Schmid, Stoob und Loris Voneschen, der in Unterzahl traf, die Vikings im zweiten Drittel 4:1 in Führung.
Es kam für den Qualifikationssieger noch besser. In der 43. Minute erhöhte Fankhauser auf 5:1 – erneut in Unterzahl. Doch anstatt sie zu beflügeln, bremste das Tor die Dürntner. Sie schienen plötzlich blockiert.
Das Heimteam erzeugte derweil viel Druck, Vikings-Goalie Ryffel rückte in den Mittelpunkt. Auch ein Time-Out der Gäste brachte ihnen keine Linderung – der Luzerner Sturmlauf hielt unvermindert an.
33 Sekunden reichen
Und er war erfolgreich. Die Innerschweizer bauten das Defizit sukzessive ab. In der 60. Minute und ohne Torhüter agierend gelang Gianmarco Guidon nach einer unübersichtlichen Situation der umjubelte 5:5-Ausgleich.
Die Dürntner aber hatten noch eine Antwort parat. Nur 33 Sekunden brauchten sie in der Verlängerung, um gegen die nun zu passiven Luzerner das entscheidende Tor zu erzielen. Völlig freistehend kam Lüthi im Slot zum Abschluss – er traf mit einem wuchtigen Schuss zum 6:5 und sorgte damit dafür, dass die Vikings nach ihrem Nachsitzen dennoch als Sieger heimreisen konnten. (ohm)
