EHCD verliert den zweiten Halbfinal
Am Samstag hatte sich der EHC Dübendorf zum Auftakt der Playoff-Halbfinals in der MSL in einem sehr engen Spiel gegen Wiki-Münsingen zuhause 4:3 durchgesetzt. Am Dienstag aber verloren die Dübendorfer die zweite Partie der Best-of-5-Serie im Aaretal 1:2.
Den entscheidenden Treffer schossen die Berner kurz vor Schluss beim zehnten Ausschluss eines Glattalers. Wiki-Münsingen war lange die etwas bessere Mannschaft, wurde im Schlussabschnitt jedoch vom EHCD stark zurückgedrängt und stand nahe an der Niederlage.
Unnötig in den Mittelpunkt dieser ansonsten tollen Partie stellte sich jedoch Headschiedsrichter Geoffrey Jordi mit seiner – für beide Seiten – übertrieben kleinlichen Regelauslegung.
Strafen als Stimmungskiller
Ab dem ersten Bully legten beide Mannschaften in Wichtrach – das liegt auf halbem Weg zwischen Bern und Thun – in horrendem Tempo los. Blitzschnelle Angriffe erfreuten die 558 Zuschauer umgehend.
Doch schon bald übernahm der Schiedsrichter mit sehr kleinlich gepfiffenen Strafen die Spielleitung im unerwünschten Sinne. Die Specialteams rückten in den Vordergrund, doch am torlosen Spielstand änderte sich vorerst nichts.
Regelmässig wanderte immer wieder ein Spieler in die Kühlbox. Die 27. Minute war angebrochen, als die Glattaler am Führungstreffer schnupperten – natürlich im Powerplay. Doch Alexander Roth wurde im letzten Moment vor dem offenen Tor geblockt. Sechs Minuten später, beim insgesamt zwölften Ausschluss eines Spielers, herrschte vor dem Glattaler Tor Alarmstufe Rot.
Die Nervenkostüme beider Mannschaften wurden spürbar angespannter. Das grundsätzlich faire Spiel drohte gehässig zu werden. Als in der 36. Minute nur vier gegen vier Spieler um den Führungstreffer kämpften, entwischte der Berner Michael Wenger und liess EHCD-Keeper Remo Trüb keine Chance mehr – 1:0. Die knappe Führung brachte Wiki-Münsingen in die zweite Pause.
Schlechter Lohn für EHCD
Der EHC Dübendorf, nun unter Zugzwang, startete mit viel Druck in den Schlussabschnitt. Der Lohn dafür kam in Form des Ausgleichstreffers durch Raoul Seiler (44.). Etwas später kullerte der Puck nach einem halb geblockten Abschluss des Dübendorfers Philip Beeler an den Pfosten.
In dieser Phase ohne Strafen entwickelte sich umgehend wieder das attraktive, schnelle und intensive Spiel mit Chancen für beide Teams, das die Zuschauer zu Beginn gesehen hatten.
Dann war es Wiki-Hüter Lars Lenze, der mittels Big Save einen Schuss von Andreas Bührer in Überzahl abwehrte (52.). Eine Minute später traf Roth für den EHCD wieder nur den Pfosten. Wiki wankte stark. Doch dann brachte ein äusserst fraglicher Ausschluss gegen Joshua Theodoridis Wiki auf die Siegerstrasse. Kevin Dällenbach schloss das Powerplay mit dem entscheidenden 2:1 ab (58.). (Beat Gmünder, Wichtrach)
