Erlebt Rütis erster Gegner Wil 2 am Sonntag zum Rückrundenauftakt gleich eine böse Überraschung? Gut möglich. Der Oberländer Interregio-Klub zeigte sich nämlich in den letzten Wochen äusserst abschlussstark und erzielte in fünf Vorbereitungspartien beachtliche 23 Treffer.
In ein regelrechtes Torgewitter lief zuletzt sogar der FC Uster. Der Zweitliga-Leader musste mit einer 0:10-Packung (!) wieder heimreisen – bereits bei Halbzeit stand es 0:7.
FCR-Coach Shaip Krasniqi will diese Resultate natürlich nicht überbewerten. Er sagt aber auch: «Sie zeigen auf, über welche Qualitäten wir verfügen.» Krasniqi nennt exemplarisch den erst 18-jährigen Esmir Rastoder, der gegen das arrivierte Ustermer Team gleich sieben Mal traf und den als Vorbereiter glänzenden Adilj Sejdiji. Es zeigt vor allem aber die Unberechenbarkeit in der ohnehin schon gefürchteten Rütner Offensive. Die Konkurrenz in der Gruppe 6 wäre also durchaus gut beraten, den Fokus nicht alleine auf Topskorer Taulant Syla (11 Saisontore) zu legen.
Der Verlust von Leader Meier
Dabei musste der Tabellenfünfte in der Winterpause mit dem Abgang von Captain José Meier auch einen Substanzverlust erleiden. Den «Leader auf dem Platz» (Krasniqi) zog es zum FC Tuggen in die 1. Liga. «Ich war etwas überrascht, verstehe aber seinen Entscheid, sich nochmals auf höherer Stufe zu beweisen», sagt Krasniqi. Ungeachtet davon ist der Trainer überzeugt, den Mittelfeldspieler durch Benjamin Karalic, Resul Islami und Sejdiji adäquat ersetzen zu können. «Sie haben alle das Rüstzeug für die Position von Meier», betont der 37-Jährige.

