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Der EIE kämpft sich in die «Belle»

Der EHC Illnau-Effretikon hat in den Viertelfinals gegen Küsnacht zum 2:2 ausgeglichen. Er entschied die ausgeglichene vierte Begegnung der Best-of-5-Serie 6:4 für sich.

Michael Sommer (rechts) traf für den EIE beim 6:4-Sieg in Küsnacht zweimal. (Archivfoto: Robert Pfiffner)

Der EIE kämpft sich in die «Belle»

Es scheint das ungeschriebene Gesetz der Viertelfinal-Serie zwischen dem EHC Illnau-Effretikon und Küsnacht zu sein: Es gibt lauter Auswärtssiege. So wendete der EIE denn auch sein Saisonende ab, gewann in Küsnacht 6:4 und rettete sich in der Best-of-5-Serie in die «Belle».

Der Showdown der Zweitligisten um den Halbfinal-Einzug findet am Dienstag im Eselriet statt. Und da das Team von Dieter Wieser eine Runde weiterkommen will, muss es das Gesetz der Serie brechen – mit einem Heimerfolg.

«Nun ist alles möglich», gibt sich Wieser optimistisch. Der Trainer hat auch allen Grund dazu, zeigte sein Team mit dem Rücken zur Wand doch Nehmerqualitäten und zog den Kopf erfolgreich aus der Schlinge. «Wir haben dem grossen Erfolgsdruck stand gehalten. Ich bin stolz auf meine Truppe.»

Die ganze Palette

Bis der EIE-Sieg aber in trockenen Tüchern war, lieferten sich die zwei Teams den erwartet verbissenen Abnützungskampf. Im vierten Duell zwischen dem Qualifikationszweiten Illnau-Effretikon und dem Tabellensechsten vom Zürichsee begegneten sich die Mannschaften erneut auf Augenhöhe. Mehrfach wechselte die Führung, bis zum Schluss war es spannend.

Beim EIE gab es in den ersten zwei Dritteln Licht und Schatten zu sehen. Ansatzweise spielte das Wieser-Team gut bis sehr gut, dann aber wieder leistete es sich auch Flüchtigkeitsfehler und liess dem Gegner zu viel Raum.

Der Start in die kapitale Partie gelang dem EIE. Marco Vögeli brachte diesen nach sieben Minuten im Powerplay in Führung.

Nach zwei ärgerlicheren Gegentreffern lagen die Gäste zur ersten Pause dennoch 1:2 hinten. Erst lenkte Goalie Dennis Volkert einen Puck unglücklich ins eigene Tor, in der 19. Minute unterlief dem EIE in der Auslösung ein Abspielfehler, den das Heimteam kaltblütig ausnützte.

Kurz vor Spielhälfte gelang dem Oberländer Zweitligisten dann der enorm wichtige Ausgleich. Und auch auf den neuerlichen Rückstand (35.) fand das Wieser-Team die passende Antwort.

Die erste Zwei-Tore-Führung

Mit einem Doppelschlag in den letzten sieben Minuten stellte der EIE die Weichen dann Richtung Sieg. Erst schloss Michael Sommer einen Konter erfolgreich ab, in der 55. Minute brachte Captain Thomas Korsch sein Team 5:3 in Führung. Erstmals überhaupt in dieser Serie lag der EIE mit zwei Toren vorne.

Das Heimteam aber steckte nicht auf und verkürzte kurz vor Schluss nochmals. Danach ersetzte Küsnacht seinen Goalie, was Sommer mit einem Schuss ins leere Tor und dem 6:4 bestrafte. Wieser Freude hinterher war gross. «Wir haben nie aufgegeben und das Wettkampfglück erzwungen.» (Heinz Minder)

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