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Uster fordert dem Serienmeister viel ab

Der UHC Uster liegt in den Playoff-Viertelfinals gegen Wiler-Ersigen nach zwei weiteren Niederlagen 0:3 zurück. Besonders am Samstag wäre aber ein Sieg drin gelegen. Und beim gestrigen 4:9 waren die Berner nur im Startdrittel überlegen.

Auch das zweite Playoff-Heimspiel der Ustermer (Simon Meier, hinten) gegen Wiler-Ersigen (Lukas Meister) ging verloren. (Foto: Christian Merz)

Uster fordert dem Serienmeister viel ab

Der UHC Uster war in den Playoff-Viertelfinals (best of 7) am Samstag extrem nahe dran an einem Sieg gegen Wiler-Ersigen: Erst mit zwei Toren in den Schlussminuten konnte der Favorit für die entscheidende Differenz beim 8:6-Sieg sorgen.

Die Highlights des ersten Playoff-Heimspiels. (Quelle: Youtube)

Ein veritabler Fehlstart

Im gestrigen dritten Spiel der Playoff-Serie sah dies anders aus: Uster verbuchte einen veritablen Fehlstart und vermochte diesen im Mitteldrittel nicht zu korrigieren. Dank einem starken Tschopp im Tor blieb das Spiel trotzdem offen.

Und selbst als Uster 2:7 zurücklag, war die Partie nicht entschieden: Das Heimteam zeigte Kampfgeist und kam knapp acht Minuten vor Schluss auf 4:7 heran, was die 495 Zuschauer mit lautstarker Unterstützung goutierten. Zu mehr reichte es aber nicht – nach dem 4:9 liegt Uster in der Serie 0:3 zurück.

Wiler-Ersigen zeigte im ersten Drittel eine klare Reaktion auf das Spiel vom Samstag. Der Serienmeister und Cupsieger war klar besser. Die Gäste nutzten beinahe alle ihrer Chancen und gingen früh in Führung. Für Uster war vor allem das 0:3 nach 12 Minuten ärgerlich, als ein eigentlich einfacher Ball nicht aus dem Slot weggespielt werden konnte.

Danach kam aber eine Reaktion: Als die Schiedsrichter eine Strafe gegen Wiler-Ersigen anzeigten, konnte Henriksson das 1:3 bewerkstelligen (16.). Nach geduldigem Spielaufbau verwertete er einen Querpass von Bolliger. Doch 49 Sekunden später stellte Louis den Drei-Tore-Vorsprung wieder her.

Mit neuem Schwung

Uster versuchte im zweiten Drittel mit der Reduktion auf zwei Linien und einem Torhüterwechsel wieder Schwung ins Spiel zu bringen. Tschopp konnte sich gleich mit einigen Paraden auszeichnen, bei Johnssons Schuss von der Mittellinie blieb er aber machtlos – und hatte Glück, dass die Latte für ihn rettete. Juhola traf praktisch im Gegenzug zum 2:4.

Doch Johnsson (32.) und Mutter (34.) sorgten noch vor der zweiten Pause für klare Verhältnisse. Das Heimteam zeigte sich defensiv solider, konnte nun die gefährlichen Konter unterbinden. Doch gleichzeitig fehlte in der Offensive der Zug aufs Tor.

Die Abwehr entblösst

Im Schlussdrittel zog Wiler-Ersigen nach einem Zorro-Tor von Johnsson auf 7:2 davon. Doch Uster zeigte viel Moral: Nideröst nach einem Querpass von Bolliger (51.) und Juhola (52.) brachten Hoffnung zurück. Der Finne profitierte bei seinem 4:7 von einem schwachen Auswurf des Wiler-Goalies Reich.

Danach vermochte Uster die Berner stärker unter Druck zu setzen, musste gleichzeitig aber seine Defensive entblössen. Das führte zu einem Penalty, den Väänänen verwertete, und kurz vor Schluss zum 4:9 ins leere Tor.

Uster kann auf diesem Wochenende aufbauen. Das sieht auch Trainer Simon Meier so: «Am Samstag waren wir extrem Nahe dran. Da zeigte sich einfach, dass Wiler in den entscheidenden Momenten clever ist.» Und gestern habe ihm vor allem der «extrem grosse Kampfgeist» im Schlussdrittel gefallen. Tatsächlich hat Uster auch nach dem zwischenzeitlichen 2:7 nie aufgesteckt.

Und so denkt Meier nicht an das drohende Saisonende: «Die Serie ist erst entschieden, wenn ein Team den vierten Sieg einfährt. Ich glaube immer noch, dass auch wir das sein können.» (ucu)

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