Der EHC Wetzikon löst das Finalticket
Der EHC Wetzikon hat nach Pikes Oberthurgau auch die Hürde EC Wil in den Playoff-Halbfinals auf dem schnellsten Weg bewältigt. Er entschied das dritte Spiel vor heimischem Publikum mit 4:2 für sich und wartet nun auf seinen Finalgegner (Bellinzona oder Arosa). Und Wils Trainer Andy Ritsch musste damit ein weiteres Mal mit leeren Händen von seiner alten Wirkungsstätte heimreisen. Für die Ostschweizer ist die Saison zu Ende.
Immerhin: Ein Erfolgserlebnis gab es für die Wiler aber doch noch. Zum ersten Mal überhaupt in der Best-of-5-Serie gingen sie nämlich in Führung, als Andrej Maraffio gleich mit der ersten Chance erfolgreich war (8.). Dieses Tor schien die Gäste tatsächlich zu beflügeln. Nur zwei Minuten später hatte nämlich zuerst Matteo Schärer reichlich Pech als sein Versuch vom Pfosten abklatschte, ehe Rubio Schir im Slot ebenso fast erfolgreich war. Der EHCW konnte sich aber nicht nur in diesen Momenten auf Torhüter Odin Neuenschwander verlassen, der mehrfach glänzend reagierte und damit schlimmeres verhinderte.
Den Rückstand korrigiert
Und vor allem erfolgte die Wetziker Reaktion noch vor der ersten Drittelspause. Zuerst schloss Gianni Rüedi einen schnellen Gegenstoss erfolgreich ab (16.), dann verwertete Luzi Schneider direkt nach Ablauf einer Strafe einen Querpass von Bucher zur erstmaligen Führung (19.). Und als dann eine abgelenkte Scheibe von Adrian Rykart in der 35. Minute, am Wiler Keeper Kevin Liechti zum 3:1 über die Torlinie schlitterte, schien der EHCW endgültig auf Kurs.
Laimbacher trifft wuchtig
Tatsächlich. Auf Seiten der Wetziker lief Manuel Laimbacher zu Beginn des Schlussabschnitts fast unbehelligt auf das Wiler Tor, und traf mit einem sehenswert-wuchtigen Schuss via Querlatte zum 4:1 (42.).
Doch der EC Wil gab sich trotz eines Drei-Tore-Rückstands noch immer nicht geschlagen. Denn als Wetzikons Captain Nicolas Marzan kurze Zeit später auf der Strafbank Platz nehmen musste, gab Cyrill Bischofberger seinem Team mit seinem Überzahltreffer neue Hoffnung. (44.). Noch einmal bietete sich den St. Gallern die Chance bei einer Powerplay-Situation. Sie blieb aber dieses Mal ungenutzt.
Dem Druck standgehalten
Packend verlief dann die Schlussphase – mit mehreren guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Zwei Minuten vor dem Spielende setzte schliesslich der Wiler Trainer Ritsch nach einem einberaumten Time-Out alles auf eine Karte.
Torhüter Kevin Liechti verliess für einen zusätzlichen sechsten Feldspieler das Eis – doch selbst eine Strafe gegen Luzi Schneider, rund eine halbe Minute vor der Schlusssirene, brachte die Wetziker noch aus der Contenance. Der 14. Erfolg in Serie für das Team von Trainer Roger Keller war Tatsache. (Pascal Andenmatten)
