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Die Saison geht in die Verlängerung

Beflügelt vom guten Saisonstart hat sich Erstliga-Aufsteiger DT Bäretswil erstmals ein Ticket für die Playoffs gesichert. Wie üblich ist auch der UHCevi Gossau in der wichtigsten Phase der Kleinfeld-Saison dabei.

Im Abwehrmodus: Der Bäretswiler Andreas Spörri (zweiter von links) versucht einen gegnerischen Abschluss zu blocken. (Foto: PD) , Belohnung für eine gute Qualifikation: DT Bäretswil (Jason Abbühl, rechts) erlebt seine Playoff-Premiere.

Die Saison geht in die Verlängerung

«Wir sind gespannt, wie weit nach vorne es reichen wird», steht in der Vereinsbroschüre des DT Bäretswil. Mittlerweile ist die Antwort bekannt. Und sie fällt erfreulich aus. Zu Platz vier reichte es den Bäretswilern, die auf diese Saison hin nach zwei Jahren Unterbruch in die höchste Kleinfeldliga zurückkehrten.

Die Saison geht für den Oberländer Erstliga-Aufsteiger damit in die Verlängerung, da er sich für die Playoffs qualifizierte. Erstmals überhaupt in der Geschichte des Vereins, der im Herbst 2008 gegründet wurde.

Dass die Bäretswiler, die einst in Windeseile von der 4. Liga bis in die 1. Liga hochkletterten, am übernächsten Wochenende ihre Playoff-Premiere feiern können, hat auch mit ihrem überaus starken Saisonstart zu tun.

Dem DT Bäretswil – DT steht für Dream Team – gelang ein Traumstart in die Meisterschaft. Der Erstliga-Rückkehrer schockte gleich im ersten Spiel das langjährige Spitzenteam UHCevi Gossau. 10:3 gewannen die von einem fünfköpfigen Spielerrat geführten Bäretswiler das Duell der zwei besten Oberländer Kleinfeld-Equipen. Danach nützten sie den Schwung aus, liessen in den ersten sechs Partien nur zwei Punkte liegen.

Mentale Stärke als Pluspunkt

«Der Saisonauftakt hat uns beflügelt», sagt Renato Morf, der Teammanager. «So liess es sich einfacher spielen.» Der Aufsteiger kühlte in der Folge zwar etwas ab, sicherte sich aber dennoch bereits einen Spieltag vor Ende der Qualifikation das Playoff-Ticket.

Neben dem sehr breiten Kader und dem aussergewöhnlich guten Zusammenhalt sieht Morf vor allem deutliche Fortschritte auf mentaler Ebene als Erfolgsfaktor. «Spielerisch waren wir schon früher auf Augenhöhe. Wir verloren aber knappe Partien oft. Jetzt haben wir gelernt, solche für uns zu entscheiden.»

In den Viertelfinals (best of 3) trifft Bäretswil auf den UHC Kappelen. Es ist happiger Gegner, der auf den Playoff-Neuling wartet. Nur in zwei Meisterschaftspartien mussten die Berner als Verlierer vom Platz, am Samstag standen sie zudem im Cupfinal.

Kappelen erzielt im Durchschnitt über sieben Tore pro Partie. Die Oberländer Defensivabteilung inklusive der Torhüter darf sich also auf viel Arbeit einstellen. Morf sagt denn auch offen, der Gegner sei spielerisch und taktisch besser.

«Wir müssen eine Topleistung abrufen und versuchen, die Partien über den Kampf in unsere Bahnen zu lenken.» Die Freude soll in jedem Fall im Vordergrund stehen, findet Morf. Selber unter Druck setzen will man sich auf keinen Fall.  

Wiedersehen für Gossau

Während die Bäretswiler Neuland  betreten, sind die Playoffs für den UHCevi Gossau längst vertrautes Terrain. Nur schon bei den Männern weist Gossau zahlreiche Titel auf. Achtmal wurden die Oberländer bereits Schweizer Meister, dazu triumphierten sie fünfmal im Cup. Vor einem Jahr fuhr Gossau seinen letzten Cup-Triumph ein – nach einer dramatischen Aufholjagd, bei   der Cevi in der 60. Minute drei Tore in nur 22 Sekunden gelangen.

Der damalige Gegner Nuglar United wartet nun in den Viertelfinals. Die Solothurner haben auf ihrer Vereinswebsite angekündigt, dass sie «nach dem idiotisch verspielten Cupsieg 2017» eine offene Rechnung hätten.

Die Favoritenrolle aber dürfte beim UHCevi Gossau liegen. Die Gossauer kassierten in der Meisterschaft nur eine einzige Niederlage – jene gegen Bäretswil. Und im breiten Kader stehen zahlreiche erfahrene Spieler, die eine Partie im Alleingang entscheiden können. Man darf also daran zweifeln, dass Nuglar United seine Rechnung begleichen kann.

 

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