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Ustermer verlieren Playoff-Premiere

Der UHC Uster hat bei seiner Playoff-Premiere auswärts gegen Wiler-Ersigen eine deutliche 5:12-Niederlage erlitten. Das klare Resultat aber täuscht darüber hinweg, dass die Ustermer den Qualifikationssieger lange forderten.

Der Ustermer Fabian Steiger (links) im Laufduell mit Simon Laubscher vom SV Wiler-Ersigen. (Foto: David Kündig)

Ustermer verlieren Playoff-Premiere

Die Ausgangslage ist klar, die Rollen verteilt. Hier der grosse Favorit, Qualifikationssieger SV Wiler-Ersigen, der elf Meistertitel aufweisen kann und am Samstag zudem den dritten Triumph im Schweizer Cup feierte.

Da der titellose UHC Uster. Erstmals steht er in den NLA-Playoffs. Es ist ein Erfolg, der dank einer Siegesserie zum Abschluss der Qualifikation erst möglich wurde.

Die Vorfreude auf die Premiere bei Trainer Simon Meier ist gross und er hofft auch darauf, «den Lauf etwas fortsetzen zu können und Wiler-Ersigen zu fordern».    

Mehr als die Hälfte der Viertelfinal-Partie am Mittwoch sind die Ustermer auf gutem Weg. Sie sind ebenbürtig, halten das Duell offen. Dann aber gerät die junge Equipe, in der nur eine Handvoll Spieler Playoff-Erfahrung aufweisen, innert wenigen Minuten vorentscheidend in Rückstand. 5:12 lautet das Ergebnis schliesslich, in der Best-of-7-Serie liegt Uster 0:1 zurück.

Dreimal die Lücke gefunden

Der Beginn des Abends scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Die Ustermer bleiben bei der Fahrt nach Zuchwil im Stau stecken, die Partie muss um eine Viertelstunde nach hinten verschoben werden.

Von der nicht optimal verlaufenen Matchvorbereitung ist hernach aber nichts zu sehen. Die Gäste treten von Beginn weg überlegt auf, tragen dem Ball Sorge und warten geduldig auf Lücken im Abwehrverbund von Wiler-Ersigen. Und solche finden sie bei den Emmentalern, die in der Qualifikation am wenigsten Gegentore kassierten, im Startdrittel erstaunlich oft.

Schon in der vierten Minute geht Uster durch Niko Juhola in Führung, nachdem zuvor Manuel Hummer einem Gegner den Ball abgeluchst hat. Das gibt dem Underdog Sicherheit, die er sich auch durch zwei Gegentreffer innert 30 Sekunden nicht nehmen lässt. Raphael Berweger mittels Direktschuss aus dem Slot und erneut Juhola (3:3) nach einer schönen Körpertäuschung treffen für die Ustermer, die einen guten Auftritt zeigen und kaum grobe Fehler begehen.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts aber scheinen die Emmentaler ihre Restmüdigkeit nach den Cupfeierlichkeiten abgeschüttelt zu haben. Sie treten nun bestimmter auf und sind häufiger in Ballbesitz. Zudem steht Wiler-Ersigen in der Verteidigung kompakter, so dass die Ustermer  Mühe haben, in gute Abschlusspositionen zu kommen.

Neun bittere Sekunden

Lange sehen die etwas mehr als 400 Zuschauer keine Tore mehr. Dann aber fallen sie wieder zahlreich – und vorerst einseitig verteilt. In der zweiten Hälfte des Mittelabschnittes kassiert Uster vier Gegentore in Serie zum 3:7.

Eingeleitet wird die wegweisende Phase von den Gästen selber. In der 34. Minute fängt Wiler-Ersigen einen unnötig riskanten Querpass der Ustermer ab. Der Schwede Daniel Johnsson bedankt sich, indem er für Deny Känzig ideal auflegt. Nur neun Sekunden später schlägt es hinter Uster-Goalie David Holenstein erneut ein – 3:5.

Der zweite Doppelschlag ist definitiv einer zu viel. Die Ustermer sind nun nachhaltig aus dem Tritt gebracht, wobei das 3:7 eine Sekunde vor Ende des Drittels und in Überzahl besonders bitter ist. Die Luft ist danach draussen.

Ein Höhepunkt aber hält das Spiel noch bereit: Matthias Hofbauer gelingt in der 55. Minute das elfte Tor für Wiler-Ersigen. Es ist Hofbauers 1000 Skorerpunkt in der NLA.
 

 

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