Der EHC Wetzikon ist nicht zu stoppen
Für Wils Trainer Andy Ritsch endete auch das zweite Playoff-Duell gegen seinen ehemaligen Klub mit einer Enttäuschung. Die Ostschweizer mussten sich auch vor heimischem Publikum in der Halbfinal-Serie (best of 5) gegen Wetzikon wiederholt geschlagen geben – dieses Mal mit 2:4. Die Oberländer können damit morgen Donnerstag bereits die Finalqualifikation sicherstellen.
Vor allem erlebte Ritschs Wil in der Bergholz-Halle ein Déjà-vu. In sämtlichen fünf Aufeinandertreffen der Saison musste sein Team nun schon als Verlierer gegen den EHCW vom Eis. Dieser wiederum baute seine schon fast unheimliche Erfolgsserie gestern Dienstag weiter aus. Es war bereits der 13. Sieg in Folge für die Mannschaft von Coach Roger Keller.
Vesely macht alles klar
Allerdings konnten die Wiler im Vergleich zum ersten Spiel, als sie nach 44 Minuten bereits 0:5 zurücklagen, deutlich besser mithalten. Die Entscheidung fiel nämlich erst 115 Sekunden vor Schluss als Timon Vesely bei einer Überzahlsituation mit seinem zweiten Treffer das 4:2 besorgte.
Zuvor hatten sich die St. Galler mehrfach zurückgekämpft. Bereits in der 7. Minute war es Vesely, der nach einer schönen Kombination mit Kevin Eggimann ein erstes Mal für die Gäste traf. Die Wiler Reaktion blieb aber nicht aus und Ramón Diem traf im Powerplay zum Ausgleich (10.). Dieser Treffer beflügelte augenscheinlich das Ritsch-Team, zu mehr als einem Pfostentreffer von Philipp Meier kurz vor der ersten Sirene reichte es aber vorerst nicht.
Ein offener Schlagabtausch
Es war nun ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Cyrill Bischofberger und Matteo Torino waren zweimal der Führung nahe – sie fanden aber beide Male in EHCW-Keeper Odin Neuenschwander ihren Meister. Doch auch seine Vorderleute blieben vorerst glücklos. So beispielsweise Vesely, der seinen Schuss in der
33. Minute vom Pfosten abprallen sah.
Ein Wetziker Tor fiel aber doch im zweiten Drittel. Denn Alain Butty tanzte gleich die ganze Abwehr aus und sorgte für die neuerliche Führung (38.).
Das Wiler Anschlusstor
Im Schlussabschnitt bot sich dem EC Wil zunächst eine weitere Überzahlgelegenheit, in der er sich allerdings kaum eine relevante Abschlusschance herausspielte. Und so schien die Partie spätestens in der 48. Minute entschieden, als Manuel Laimbacher einen kraftvollen Schuss von Benjamin Schenk entscheidend ablenkte – 3:1. Der Wetziker Jubel war aber kaum verhallt, als Rubio Schir seinem Team mit dem Anschlusstor nochmals neue Luft einhauchte (50.).
Die Wiler erhöhten darauf noch einmal das Tempo. Erfolgreich war allerdings nur noch der erwähnte Doppeltorschütze Vesely. (Pascal Andenmatten)
