EHCW kurz vor dem Ziel
Qualifikationssieger EHC Wetzikon wird in der Viertelfinal-Serie gegen die Pikes Oberthurgau seiner Favoritenrolle weiterhin gerecht. Der Oberländer Erstligist gewann auch das zweite Spiel der Best-of-5-Serie. Die Mannschaft von Trainer Roger Keller setzte sich am Donnerstag in Romanshorn verdient 5:1 durch.
Rund eine Viertelstunde lang war die Begegnung ausgeglichen. Die Pikes kamen in dieser Phase gar zu den besseren Chancen. Nach ihrer schön herausgespielten Führung legten die Wetziker die anfängliche Zurückhaltung aber ab, erhöhten das Tempo deutlich und drückten dem Spiel nun den Stempel auf.
Hürlimann trifft doppelt
Nach dem 1:0 von Laimbacher am Ende des Startdrittels hatten die Pikes in Überzahl die beste Chance zum Ausgleich (23.). Aufgrund eines Wetziker Scheibenverlusts stürmten Ambühl und Mayolani Richtung EHCW-Keeper Neuenschwander. Dieser liess sich aber nicht bezwingen.
Kaltblütiger zeigte sich dafür Peter Hürlimann, der vom Thurgauer Nicolas Noser die Scheibe vor das Tor gepasst bekam und zum 2:0 einschoss.
Während der EHCW nun schnell nach vorne spielte und durch seine läuferische und spielerische Klasse überzeugte, wussten sich die Pikes häufig nur mit Fouls zu wehren und fassten Strafe um Strafe.
Im Mitteldrittel spielten die Gäste zweimal nacheinander in doppelter Überzahl, im zweiten Anlauf traf Hürlimann zum 3:0. Kurz darauf drückten auch die Platzherren zwei volle Minuten mit zwei Männern mehr aufs Tor, die Oberländer hielten lange durch, kassierten aber dennoch den ersten Gegentreffer.
Neuenschwander hält dicht
Doch EHCW-Goalie Neuenschwander zeigte sich in der Folge hellwach und liess sich von den Thurgauern nicht mehr bezwingen. So kamen die Pikes wie die Wetziker zwar zu Chancen, die Oberländer aber wussten mehr daraus zu machen.
Elf Minuten vor Schluss versenkte Bucher die Scheibe nach einem Querpass von Brandi – 4:1. Das Heimteam kam kurzzeitig zwar nochmals besser ins Spiel und drängte die Gäste in deren eigenen Zone zurück.
Doch der EHCW hatte darauf eine Antwort bereit. In der 54. Minute bediente Rykart den vor dem Tor wartenden Gianni Rüedi. Der Stürmer traf mit der Rückhand zum 5:1 – auch der letzte Funken Hoffnung der Pikes war damit erloschen. (pan/zo)
