Dürnten Vikings mit später Wende
Zweitligist EHC Dürnten Vikings hat zum vierten Mal in Serie die Qualifikation auf dem ersten Platz beendet. Die Dürntner machten es in der letzten Runde der Qualifikation aber unfreiwillig spannend. Sie gaben eine 2:0-Führung auswärts gegen Bassersdorf wieder aus den Händen. 60 Sekunden vor Schluss lagen sie 3:4 in Rückstand.
Erschwerend kam hinzu, dass die Vikings die restliche Spielzeit in Unterzahl agieren mussten. Doch erst glich Andy Rüegg zum 4:4 aus. Und zehn Sekunden vor Schluss gelang Cyrill Stiefel gar der 5:4-Siegtreffer. Schon eine Woche zuvor hatten die Oberländer zweimal in Unterzahl getroffen.
Durch die späte Wende holten sich die Dürntner nicht nur eine Extraportion Selbstvertrauen für die heute Dienstag beginnenden Playoffs. Sie ersparen sich auch einiges an Reiserei.
«Darüber sind wir ehrlicherweise froh», war Trainer Christian Thiemeyer erleichtert. Denn hätten die Oberländer verloren, wären sie auf Engiadina getroffen. Zumindest einmal hätten die Dürntner dann den Weg nach Scuol zurücklegen müssen. Nun aber heisst der Gegner in den Playoff-Achtelfinals (Best-of-5) EHC St. Gallen. Die St. Galler beendeten die Qualifikation in der anderen Zweitliga-Gruppe auf dem achten Platz.
Der Mahnfinger des Trainers
Das Duell gegen die St. Galler ist eine Wiederauflage der letztjährigen Playoff-Achtelfinals. Damals setzten sich die Dürntner sicher 3:0 durch. Doch Thiemeyer hebt den Mahnfinger. St. Gallen sei kein einfacher Gegner.
«Uns erwartet eine Serie mit kampfbetonten Spielen. Die Specialteams werden sicher eine grosse Rolle spielen.»
Thiemeyer fordert, seine Mannschaft müsse von Anfang an bereit sein und konzentriert zu Werke gehen. Claudio Petrini, der zusammen mit Thiemeyer das Team leitet, ist derweil guter Dinge. «Die Mannschaft ist heiss und wird alles daran setzen, ein Wörtchen um den Titel mitzusprechen.»
Hosner beerbt Petrini
Unabhängig vom Ausgang der Playoffs haben die Vikings auf kommende Saison hin eine Änderung im Staff zu verzeichnen. Claudio Petrini tritt aus beruflichen Gründen zurück. Der 33-jährige Petrini steht im dritten Jahr hinter der Dürntner Bande und kehrt als Spieler ins erweiterte Kader zurück. An seiner Stelle verpflichteten die Vikings den 38-jährigen Gunnar Hosner, der ab nächster Saison zusammen mit Thiemeyer die Mannschaft führt.
Der in Wetzikon lebende Hosner ist momentan Trainer beim EV Zug II, der in derselben Gruppe spielt. «Er ist da auf sich alleine gestellt und muss verschiedenste Aufgaben ausfüllen. Wenn jemand so viel Antrieb hat, ist das gutes Zeichen», sagt Vikings-Sportchef Thomas Meister. Kommt hinzu: Hosner kennt bereits einen Teil der Dürntner Mannschaft, da er früher im Nachwuchs des EHC Wetzikon wirkte. (ohm/ome)
