Wer nicht vergessen kann, hat schlechte Chancen. Zu dicht folgen die Partien aufeinander. Nur das hier und jetzt zählt in den Playoffs.
Deren Reiz ist unbestritten – für Spieler und Fans. Doch sie sind ein zweischneidiges Schwert. So wie der Aussenseiter über sich hinauswachsen und den Favoriten stürzen kann, läuft ein Team eben auch Gefahr, seine Saison mit einem frühen Playoff-Out zu ruinieren.
Noch letzte Saison konnte sich Erstligist EHC Wetzikon in der K.o.-Phase immerhin für eine missglückte Qualifikation (7.) rehabilitieren. Vor den am Dienstag beginnenden Playoffs ist die Ausgangslage für ihn komplett anders.
Das Team von Roger Keller reitet auf einer Erfolgswelle. Es reihte acht Siege aneinander, feierte den Qualifikationssieg und nimmt die Viertelfinals (Best-of-5) gegen die Pikes Oberthurgau als klarer Favorit in Angriff. Alles andere als ein souveränes Weiterkommen wäre eine Enttäuschung.
«Die Pikes sind in derselben Situation wie wir damals», ist sich Keller bewusst. «Sie haben nichts mehr zu verlieren. Darauf müssen wir vorbereitet sein.»

