Das «Wow» der Isabel Derungs
«Wie ein Kunstwerk sieht das aus» - so schildert Isabel Derungs (30) ihren ersten Eindruck vom Olympischen Kurs, der sich den Snowboard-Slopestylern präsentiert.
Wer so etwas sagt, der ist begeistert. Und schickt ein «Wow» hinterher – oder voraus. Im Vergleich zu Sotschi, wo die Riedikerin auf Platz 8 abschloss, ist ihr vor allem eines aufgefallen: «Bei den Kickern in Russland musste man sich fragen, wie um alles in der Welt man die überwindet. Hier scheinen sie machbar.»
Isabel Derungs war zwar nach dem Unfall vom August 2014 in Saas Fee, wo ein Skifahrer mit ihr kollidierte, mehr als ein Jahr zur Untätigkeit gezwungen, doch das alles ist Vergangenheit. Sie hat sich schon lange wieder heran getastet, auch im Big Air.
«Doch Slopestyle liegt mir besser, das macht mir auch mehr Spass. Und natürlich rechne ich mir auch mehr Chancen aus.»
Mit 30 gehört sie in dieser Disziplin zu den ganz routinierten Starterinnen. Und sie muss sich natürlich auch mal die eine oder andere Frage gefallen lassen zu ihrer Zukunft. Sie sehe die Spiele in Korea nicht als Abschluss ihrer Karriere, «aber ich sehe mich nicht nochmals an Olympischen Spielen. Aber das habe ich nach Sotschi ja auch schon gesagt». (Roland Jauch, Pyeongchang)
